Ich starte hier mal eine kleine Artikelreihe über mein neues Lieblingsspielzeug, dem Raspberry Pi.

In Teil 1 gehe Ich Allgemein auf das süsse Gerät ein und stelle ein paar mögliche Anwendungszwecke vor.
Im zweiten Teil folgt eine Anleitung um den Pi zu einem MediaCenter zu machen.
Im dritten und letzten Teil zeige Ich dann mal in einem Video vom Raspberry Pi bei mir im Einsatz.

Teil 2: Raspberry Pi - Media Center/XBMC (Teil 2)
Teil 3: Raspberry Pi - Media Center/XBMC (Teil 3)


Raspberry Pi von Oben

Ich war ja sehr begeistert als Ich vor knapp einem Jahr was über den Raspberry Pi gelesen habe. Ein kleiner Computer in der Größe einer Kreditkarte für gerade einmal 25$ in der billigeren und 35$ in der teuereren B-Version. Die Hauptintention war vor allem Entwicklungsländer einen möglichst günstigen Computer primär für Bildungszwecke zu bieten. Allerdings haben auch viele Technikfreaks ein Auge darauf geworfen, da der kleine Preis und die enorme Vielfalt an Anwendungszwecken einfach extrem reizend waren.

Als dann noch einige XBMC Entwickler einen Port für das kleine Ding ankündigten, stieg meine Vorfreude natürlich nochmals an.

Hardwaremässig findet man auf der Platine fest verlötet:

  • 700Mhz ARM CPU (ArmV6 Intruktionssatz)
  • Broadcom GPU, die Hardware-Beschleunigung für verschiedene Video-Codecs bietet
  • 512 Mbyte Arbeitsspeicher in Rev 2.0 (A-Version: 256MB, B-Version davor auch 256MB)
An Ein- und Ausgängen bietet die Rπ folgendes:
  • Micro-USB Anschluss für 5V Stromversorgung (empfehlenswert sind mindestens 700mA)
  • Zwei USB-Ports (A-Version: Einen Usb-Port)
  • SD-Karten Slot an der Unterseite
  • Ethernet Port mit 100Mbit (A-Version hat keinen)
  • HDMI-Out für Video & Audio (REV 1.3 & 1.4)
  • Composite-Video Out (Analog Video, Pal & NTSC)
  • 3.5mm Klinkenstecker für Audio Out
  • 16 GPIO-Pins z.B. zur Ansteuerung von LEDs

Am 27.08.2012 hab ich dann auch zwei Stück von der B-Version bei Allied Electronics bestellt. Preis betrug inkl. Versandkosten und Steuern 72€. Das Geld wurde von meiner Kreditkarte auch sofort nach der Bestellung abgebucht.

Leider musste ich eine kleine Ewigkeit auf die Teile warten, da wohl nicht mit so einem großen Ansturm gerechnet wurde und viel zu wenig von den Teilen produziert worden sind.
Erst Anfang Dezember hab ich überraschend (keine Versandbestätigung) die Lieferung erhalten.

Die Pi's befanden in einem kleinen Himbeerfarbenem Case. Zusätzlich gab es einen Quick Start Guide sowie einigen Anweisungen zum korrekten Gebrauch. Mehr wird nicht mitgeliefert, d.h. die Pi befindet sich im nackten Platinenzustand. Wer ein Gehäuse will, kann dies aber bei eBay für ca. 10€ bekommen.

Fotos von jeder Geräteseite:







Anwedungszwecke für das kleine Teil gibt es enorm viele. Alles was man so mit einem Computer tun kann und was nicht zu viel Rechenleistung erfordert ist damit zu realisieren.

Hier einige Beispiele:
  • Als Media-Center mit XBMC (mehr dazu in Teil 2)
  • Debian drauf und damit Programmieren lernen
  • Als Webserver
  • Als NAS (Network Storage)
  • Eigene Cloud z.B. mit OwnCloud
  • Als Classic-Console Emulator um z.B. NES, SNES Spiele darauf zu spielen
  • AirPlay Client oder DLNA Client zum Streamen von Musik,Bilder und Videos vom Smartphone und Tablet
  • Als Internetradio mit Wlan-Stick und angeschlossenen Lautspechern

Für den Bastler in mir ist das Teil natürlich ein Traum. Ich bereue es fast ein bisschen nicht noch mehr bestellt zu haben.


In Teil 2 gibt es dann eine Anleitung um die Raspberry Pi an einem TV als MediaCenter (mit XBMC) zu betreiben.

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