Nach langer Überlegung, hab ich heute beschlossen mir einen neuen Rechner zusammenzubauen.

Ich hatte mir im April ein iPad geholt und war anschließend wohl so dem Apple Wahnsinn erlegen, das ich kurz davor war mir ein iMac zu holen. Letztendlich hat es Apple bis heute nicht geschafft dem iMac ein Upgrade mit IvyBridge und USB3 zu spendieren. Dies und auch andere Faktoren wie die extremen Restriktionen die einem im Apple Ökosystem aufgezwungen werden, liesen mich dann relativ schnell umdenken.
Das iPad ist wirklich ein wunderbares Produkt, das um einiges besser ist als das GalaxyTab 10.1 das ich davor gehabt habe. Allerdings liegt das vor allem an zwei Dingen. Content (Apps) und dem wirklich Wahnsinnig gutem Display. Sobald ein Android Tablet an diese zwei Dinge rankommt, werde ich wohl relativ schnell switchen.

Aber nun zurück zum Thema. Ich möchte hier im ersten Teil ein bisschen über die Hardware die ich ausgesucht habe berichten. Später werde ich vor allem auf Kompabilität einzelner Hardware in Kombination mit Ubuntu eingehen. Es ist nämlich oft schrecklich zu aktueller Hardware ein Nutzerbericht zu finden.

Fangen wir mal an:

Gehäuse, Netzteil und Lüfter:


Die vermutlich einzigen Teile im Rechner, denen absolut egal ist welches Betriebssystem darauf läuft, sind Gehäuse, Netzteil, Lüfter und anderes Kleinzeug.

Als Gehäuse wollte ich was schickes, modernes im Mini-ITX Format. Es sollten zwei Festplatten (eine 2,5 und eine 3,5er), ein BluRay Laufwerk und eine Grafikkarte reinpassen. Nach relativer kurzer Suche, stieß ich auf das Lian Li PC-Q11, das mir genau das ohne irgendwelchen unnötigen Zusatzkram bietet.


Als Netzteil wählte ich ein 400W be quiet! Straight Power E9 80+. Das Netzteil hat eine 80+Gold Zertifizierung und soll auch sehr leise sein. Zwar brauche ich die 400Watt nicht annähernd allerdings ist es schwer qualitativ gleichwertige Netzteile mit geringerer Leistung zu finden.

Als Lüfter kommen die SILENT WINGS 2 von be quiet! zum Einsatz. Jeweils einmal als 140mm Version für die Gehäusebelüftung sowie einmal in 120mm für den CPU Kühler.

Prozessor und Kühler:

Da ich schon immer Intel kaufe und die auch momentan unschlagbar sind in Sachen Leistung pro Watt, war es natürlich sofort klar, dass es ein Intel System werden würde.

Die ich öfter Videos Encode und nie genug Leistung haben will sucht ich für mich das aktuelle Topmodell der IvyBridge Serie aus, nämlich den Intel Core i7 3770K. Der Support der CPU innerhalb des Linux Kernels ist dank der aktiven Entwicklung von Intel eigentlich immer Top.

Da ich im Gehäuse nicht viel Platz für einen großen Kühler habe, musste Ich mir ein relativ flaches Modell aussuchen. Der Prolimatech Samuel17 soll hier gute Dienst verrichten. Ich hoffe der passt dann auch Problemlos auf das Board ohne irgendwelche wichtigen Ports zu verdecken.

Mainboard und Speicher:

Um in Sachen Kompabilität zu Linux sicher zu sein, wählte ich ebenfalls ein Intel Board, nämlich das INTEL DH77DF. Bei anderen Boards muss man sich evtl. doch fürchten, dass der verbaute Lan-, Sound-, oder USB Chip Probleme verursacht. Besonders wenn die Hardware brandneu ist.

Da Arbeitsspeicher richtig günstig ist und man nie genug davon haben kann, gönne ich mir 16Gbyte DDR3-1600 CL9 Ram von Corsair.

Grafikkarte und Festplatte:

Als GPU dient die auf der CPU integrierte Intel HD4000.

Warum keine Extra Grafikkarte mit mehr Leistung?


  1. Intel bietet im Gegensatz zu Nvidia und AMD wirklich gute OpenSource Grafiktreiber an, die unter Linux problemlos laufen. So kann ich das System ohne einen einzigen proprietären Treiber laufen lassen.
  2. Eine Extra Grafikkarte braucht mehr Strom und hat meistens einen zusätzlichen Lüfter

Natürlich hat die HD4000 viel weniger Leistung wenn es um aufwendige Games geht. Die Spiele ich allerdings sehr sehr selten.


Als schnelle Systemplatte dient eine Samsung SSD810 mit 256Gbyte. Als Datengrab kommt eine 2Tbyte Western Digital Green dazu.




In den nächsten 1-2 Blogposts schreib ich dann noch was zum Zusammenbau und der Kompatibilität mit Ubuntu 12.04.

Insgesamt habe ich ungefähr 900€ für alle Bauteile ausgegeben. Teuer waren vor allem die CPU (300€) und die SSD (200€)

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