Nachdem ich mich lange genug mit Unity rumgeärgert habe, beschloss ich nach dem Release von openSuse 12.1 was ganz neues auszuprobieren.



Erstmal zu Unity unter Ubuntu 11.10:

Das Konzept eine Docks an der Linken Seite ist ja ganz gut. Die Umsetzung dagegen ist momentan einfach zu nervig für mich.

Dauernd hatte ich das Problem, dass das Linke Dock ganz verschwindet und nur noch durch die SUPER Taste hervorgerufen werden kann oder umgekehrt, das das Dock nicht ausgeblendet wird.

Das Dashboard ist eine absolut Katastrophe.
Die Icons sind viel zu groß geraten und eine Anwendung mit der Maus zu suchen macht einfach keinen Spaß.
Einzig und allein durch die direkte Eingabe des Namens über die Tastatur ging das ganz gut.

Dazu nervten diese ganzen Einblendung zu möglichen Downloads im Ubuntu Software Store. Wenn ich Software suche, geh ich in das Software Center. Ich will nicht die ganze Zeit irgendwelche zufälligen Einblendungen sehen, ich weiß welche Software ich will.

Nachdem man sich dann nach mehreren Tagen Einarbeitung an Unity gewöhnt hat ging es eigentlich ganz in Ordnung, trotzdem schaute ich immer nach Alternativen.

OpenSuse 12.1


Das OpenSuse 12.1 Release erweckte in mir ganz neues Interesse daran. Da OpenSuse größtenteils in meiner Heimatstadt Nürnberg entwickelt wird, ist es eigentlich ja fast meine Pflicht das zu nutzen :)

Desktop Umgebung:

Ich hatte schon die Vorgänger öfters genutzt, allerdings immer mit KDE.

KDE ist eine hervorragende Desktop Umgebung, die eine Menge von genialen QT-Apps mitbringt, allerdings ist sie teilweise auch extrem ressourcenfressend und an manchen Stellen einfach langsam.

Deswegen probierte ich mal ganz was neues und entschied mich für Gnome 3.2 mit der Gnome Shell als Desktop Umgebung.

Die Gnome Shell die anfangs ja sehr stark kritisiert wurde, läuft wirklich sehr stabil und ist trotz sehr vielem EyeCandy auch relativ ressourcensparend. KDE hingegen hat bei mir im Idle immer schon bis zu 10% CPU-Last verursacht und das bei einem modernem QuadCore.

Der Ur-Status der Gnome Shell ist allerdings auch nicht gerade PowerUser freundlich.
Es fehlt noch einiges an vielen Ecken und Kanten.

Bis vor kurzem zumindest.

Vor einigen Tagen ist die offizielle GnomeExtension Seite gelauncht. Mittlerweile gibt es zig Erweiterungen die größtenteils einfach ultra praktisch sind. Das Installieren ist super simpel, indem man einfach den Schalter von Off auf On legt und einen kurzen Dialog bestätigt.


Es funktioniert so ähnlich wie mit den AddOns bei Firefox, die eben jenem damals zum zweitstärksten Browser der Welt machten.

Ob die GnomeShell dadurch an Popularität gewinnt bleibt abzuwarten. Linus Torvalds zumindest gefällt es.

Das System:
Ich will jetzt hier nicht auf mitinstallierte Standard Software eingehen, da dies ja bei jeder Distribution innerhalb von Minuten anpassbar ist.

OpenSuse 12.1 bringt den Linux Kernel 3.1 und SystemD. Viel mehr braucht man da denk ich nicht zu sagen, die Jungs haben wie immer einen tollen Job gemacht.

Ich hatte beim Wechsel von Ubuntu immer etwas Angst, das es nicht so hervorragende Unterstützung von Paketen gibt wie es bei Ubuntu durch die PPAs und bei Archlinux duch das AUR bereitgestellt wird.

OpenSuse bietet hier jedoch ähnliches.

Durch die Einbindung einiger Repositories (wie Packman), kommt man an unfreie Codecs und weitere Software die man im Alltag doch oft verwendet.

Wenn das nicht reicht, gibt es noch Alternativen:

Im OpenSuse BuildService findet man so gut wie alles an Software, die es für den Linux Desktop gibt.

Ja, es gibt sogar ein Repository, dass sich für alle Rolling Release Junkies lohnt. Es nennt sich Tumbleweed und bringt regelmässig neue Kernel und Standardsoftware. Nutze ich allerdings nicht, da ich ein sehr stabiles System mag.

Fazit:


OpenSuse 12.1 läuft bei mir absolut stabil und tut zu 99%, das was es tun soll. Es gibt so gut wie alles an Paketen was ich brauche und falls nicht kann man immer noch selber bauen.

Mit OpenSuse kann ich gut leben und auch getrost auf Ubuntu im jetzigem Status verzichten.


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