Soeben veröffentlichte Canonical die Finale Version von Ubuntu 11.10 namens Oneiric Ocelot.


Den Download gibt es hier:
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In diesem ersten Post möchte ich das neue Release vorstellen und auf die Neuerungen eingehen.
In einem späterem Post berichte ich dann über meine Erfahrungen mit dem neuem Ubuntu und ob es wieder meine Standarddistribution wird. (momentan nutze ich Xubuntu 11.04)

Oneiric bietet auf Systemebene den aktuellen Kernel 3.0 (auch wenn 3.1 kurz vor der Tür steht) und XServer in Version 1.10.04.

Für Nutzer interessanter sind die verwendeten Desktopumgebung.
Standardmäßig setzt Ubuntu wie auch schon im Vorgänger Natty Narwahl auf Unity, allerdings einer neuen Version 4.22.0 das auf Gnome 3.20 aufsetzt.
Die großen alternativen Desktopumgebungen lassen sich wie immer nachinstallieren.
  • KDE gibt es in Version 4.7.2
  • Gnome-Shell (die Standard Shell von Gnome 3.20) gibt es in Version 3.20
  • XFCE kommt wie auch in 11.04 in Version 4.8
In der Standardinstallation kommen neben vielen zu Gnome gehörenden Tools wie Nautilus, Empathy und das Terminal in Version 3.20, noch unter anderem folgendes dazu:
  • Firefox 7
  • Thunderbird 7, dass Evolution ersetzt
  • LibreOffice 3.4.3
  • Banshee 2.20
Wie immer lassen sich tausende von Programmen aus dem neuen Ubuntu Software Center nachinstallieren.
Nun schauen wir uns das System mal genauer an.

Installation:
Beim Booten von der LiveCD bietet Ubuntu nach kurzer Zeit die Auswahl, ob man das System testen oder installieren will.

Wenn man sich im Live System befindet ist es ebenfalls jederzeit möglich das System auf die Festplatte zu installieren. Dazu wählt man auf dem Desktop einfach das Symbol "Ubuntu installieren" aus.



Wie bereits bei früheren Versionen, kann man direkt im Installer auswählen ob man Drittanbieter Software installieren will (z.B. Adobe Flash, das erstmals auch in einer 64Bit Version vorliegt.) und ob man sofort Updates runterladen will. Für letzteres muss eine Internetverbindung bestehen. Beides lässt sich aber natürlich auch nachträglich durchführen.

Die Installation beginnt sofort nach dem man eine passende Partition für Ubuntu ausgewählt hat. Währenddessen muss man allerdings noch ein paar Informationen, wie die Zeitzone, Nutzername und Passwort angeben.



Während der Installation bekommt man eine optisch sehr nett anzuschauende Slideshow geboten.

Der erste Start:
Das erste was sofort ins Auge springt: Der neue Login Screen.



Der Grund ist, dass statt GDM (Gnome Display Manager) nun LightDM als Login Manager eingesetzt wird.
LightDM soll vor allem schlanker sein und sich sehr gut Themen lassen.

Nach dem Login begrüßt einen nun je nach Grafiktreiber Unity oder Unity 2D. Auf dem ersten Blick sieht das relativ ähnlich aus. Im Detail gibt es aber dennoch einige Unterschiede.
Bei Unity 2D fehlen eine Menge Desktop und Transparenz Effekte. Auch der neue Alt+Tab Switcher kommt hier nicht zum Einsatz.
Trotzdem ist Unity 2D um einiges ausgereifter als noch in der Vorversion.


Unity 2D
Unity 3D

Unity:
Eines vorweg, das Grundkonzept von Unity bleibt bestehen. Wer sich damit überhaupt nicht anfreunden kann, sollte seine Zeit nicht mit meckern verbringen sondern eine der Alternativen installieren.

Unity in Oneiric sieht sehr elegant aus und fühlt sich viel runder an, als das noch in Natty der Fall war.

Unter anderem wurde das Dashboard wurde stark überarbeitet.
Das Symbol zum aufrufen hat sich nun links ganz oben in die Leiste verlagert. Dadurch sind die Buttons zum schließen/minimieren/vergrößern ganz oben Links im Panel.

Beim Aufruf wird das gesamte obere Panel durchsichtig und bietet einen beeindruckenden visuellen Effekt.

Die Dash bietet nun viel bessere Filtermöglichkeiten um nach Applikationen zu suchen.


Die Dash ist in 4 Bereiche unterteilt.
Neben der Home Ansicht, gibt es noch die App Ansicht, die Dateien/Ordner Ansicht und die Musik Ansicht.

Insgesamt sehr gelungen, das einzige was mich persönlich noch stört, sind die riesengroßen Icons in der Home Ansicht.

Indicators:
Der Message Indicator integriert nun auch die Statussteuerung vom Instant Messenger.

Das klassische Herunterfahren Menü, ist nun eher ein SystemsteuerungsIndicator, dass einem schnell nach Updates oder Systemeinstellungen sehen lässt.
Wenn man auf seinen eigenen Namen klickt, kann man zwischen verschiedenen Usern switchen.

AppSwitcher
Durch die Tastenkombination Alt+Tab kann man nun visuell beeindruckend durch laufende Anwendungen wechseln.

Mit Alt+^ kann man durch verschiedene Fenster einer bestimmten Applikationen switchen. Dabei bekommt man auch eine Vorschau.


Ubuntu Software Center:
Wurde komplett überarbeitet und bietet nun eine viel bessere User Experience ähnlich wie der AppStore oder dem Android Market.

Mehr Infos gab es in einem früherem Post von mir: /www.plantoschka.com/antoschka.com/2011/08/das-neue-ubuntu-software-center.html

Überblick:
Das waren natürlich längst nicht alle Neuerungen. Innerhalb von sechs Monaten hat Canonical wirklich eine Menge neuer Sachen eingeführt.


Ubuntu 11.10 landet nun erstmal auf meiner neu gekauften SSD und wird dann ausgiebig getestet. Ob die neuen Features, die auf den ersten Blick wirklich super wirken sich auch etablieren, berichte ich dann in ein paar Tagen.
Zur Stabilität von Ubuntu 11.10 schreibe ich dann auch demnächst was.

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