Da ich sowohl vom Unity als auch vom Gnome3 Konzept bisher nicht wirklich überzeugt bin, entschloss ich mich mir nach längerer Zeit mal wieder KDE auszuprobieren.

Da ich auch gerne eine RollingRelease (immer aktuelle Pakete) Distribution verwenden wollte, entschied ich mich wieder ArchLinux zu nutzen.

Ich nutzte vor einigen Jahren schon einmal ArchLinux, musste dann aber schlussendlich wieder zu Windows zurück, da mir in Sachen Linux einige Sachen gefehlt haben. Vorwiegend waren das tiefere Linux Kenntnisse und Spiele (jaja, ich weiß :-) ). Heute könnte ich mir eine Umstellung auf Windows kaum vorstellen.

ArchLinux ist eine mittlerweile recht beliebte und weit verbreitete Distribution, die auf Distrowatch.com Platz 7 belegt.

Die Erstinstallation ist etwas tricky, da es im Gegensatz zu vielen heutigen Distributionen, keinen grafischen Installer gibt und man nach der Installation erst mal ohne Grafische Oberfläche dasteht.


Dies ist aber auch genau wofür die grundlegende Philosophie von Arch steht.
Es gibt keine fetten GUIs für die System Konfigurationen, sondern es wird alles per Hand in Konfigurationsdateien bearbeitet. Dies hat den Nachteil, dass man am Anfang sehr viel in dem sehr gut dokumentiertem Wiki von Archlinux (ich empfehle die Englische Version) nachlesen muss. Allerdings hat man so nach einiger Zeit,  eine Menge über Linux und Arch selbst gelernt.

Wer mehr dazu wissen will, liest im Wiki Artikel "The Arch Way" nach.

Ein weiterer großer Vorteil ist die schier unendliche Auswahl an aktueller Software für Archlinux. Wenn ein Paket nicht im offiziellem Paket Repository verfügbar ist, findet man es zu 98 % im AUR.

AUR steht für Arch User Repository. Hier finden sich Pakete, die von fleißigen Usern selbst erstellt worden sind und komfortabel runter geladen und installiert werden können.

In meiner bisher 2 Wochen jungen ArchLinux Installation kam es noch nicht vor, dass ich ein Programm selbst per Hand kompilieren musste. Alles nötige war im Repository oder im AUR verfügbar.

Wer ArchLinux zum ersten Mal installiert, sollte unbedingt den offiziellen Beginners Guide (Deutsch) durchlesen. Linux Neueinsteiger sollten vermutlich erst mal eine Distribution wie Ubuntu ausprobieren.
Dort steht eigentlich alles wissenswerte drin, um von der Installations CD, bis zu einem installiertem System mit einer Desktop Umgebung (KDE,Gnome,XFCE etc.) seiner Wahl zu kommen.

KDE

Ich persönlich entschied mich für KDE (aktuelle Version 4.6.1). Ich habe eigentlich immer KDE favorisiert, bin aber doch irgendwie am Ende bei Gnome gelandet, dies lag vermutlich daran, dass Ubuntu eben standardmäßig darauf setzt.

Die aktuelle KDE Version wirkt sehr stabil und ausgereift, ganz im Gegengensatz zu den ersten KDE 4.0 Versionen.  Das Gnome 3.0 mit ähnlichen Startproblemen kämpfen wird, ist eigentlich jetzt schon klar.

Ich habe beinahe alle GTK Anwendungen, durch QT Anwendungen ersetzt um ein perfekt aufeinander abgestimmtes System zu haben. Dabei sind QT Anwendungen, den GTK Anwendungen keinesfalls unterlegen. Im Gegenteil gibt es QT Anwendungen, wie K3B (Brennprogramm) oder Amaraok, die einzigartig sind, und auch von vielen Gnome Nutzern genutzt werden.

Mein momentaner KDE Desktop. Sehr wenig modifiziert

In den nächsten Blogposts, werde ich sicherlich einige hilfreiche Tricks und Programme für KDE erwähnen und auch mehr über Archlinux berichten.

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