Heute hat Canoncial die 3. Alpha Version von Ubuntu 11.04 freigegeben. Wer Ubuntu von früheren Versionen kennt, wird mit 11.04 einige Überraschungen erleben. Meiner Meinung nach ist es die bisher größte Veränderung innerhalb Ubuntus. Ubuntu ist die bisher einzige Distribution die auf das von Canoncial entwickelte Unity setzt.

Downloaden könnt ihr die neue Alpha Version hier.

Ubuntu 11.04 bietet folgende Neuerungen:

  • Statt Gnome-Panel wird nun das von Canoncial selbstentwickelt Unity genutzt. Damit verbunden gibt es nun auf der linken Seite die Taskleiste, die auch als Launcher fungiert.
  • OpenOffice wird durch LibreOffice ersetzt
  • Rhytmbox wird durch Banshee ersetzt
  • Kernel 2.6.38 wird genutzt und Xorg Server 1.10














Während die erste Alpha Version noch kaum benutzbar war, da alle paar 
Sekunden etwas abstürzte, ist die Alpha 3 deutlich stabiler. Zwar meldet sich immer noch ab und zu mal ein Fenster wegen einer abgestürzten Anwendung, man sollte aber auch bedenken, dass man sich noch im Alpha Stadium befindet.

Die restlichen vorab Releases von Ubuntu 11.04 erscheinen:
Beta 1 am 31 März 2011
Beta 2 am 14 April 2011
Final    am 28.April 2011


Da diesmal auf einen Release Canidate verzichtet wurde, ist die Phase von Beta2 etwas größer.

Unity bekommt fast täglich einige neue Features. So kann man z.B. seit einiger Zeit Fenster ähnlich wie in Windows7 links und rechts anpinnen oder mit der gedrückten Windows Taste ein Programm im Launcher aufrufen.

Die Seitliche Leiste verschindet automatisch, sobald ein Programm maximiert wird.

Die MenuBar wird nun wie bei MacOS in der oberen Leiste dargestellt und nicht mehr direkt am Fenster.

Auf meinen Laptop (Sony VAIO VGN-SR21M/S), lief alles sofort und absolut problemlos. Die freien ATI Grafiktreiber, funktionieren mittlerweile einwandfrei mit meiner ATI Mobility Radeon 3200, und auch die ganzen Sondertasten wie Helligkeit und Lautstärke funktionieren.




Nach anfänglicher Skepsis wird mir Unity immer sympathischer. Der Platz auf dem Desktop wird optimal genutzt und fast alles ist mit nur ein paar Klicks erreichbar. Klar ist der Weg den die Maus zu der MenuBar gehen muss nun weiter und auch einige andere Sachen erfordern etwas Umstellung.

Wer mit Unity überhaupt nicht klar kommt, kann aber immer noch problemlos zum alten GnomePanel zurück wechseln, oder andere Alternativen wie KDE oder XFCE nutzen. Auch Gnome 3.0 mit der GnomeShell steht vor der Tür.

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