Wie versprochen, folgt nach dem Linux Guide, nun auch der Guide für Windows.

Unter Windows ist der ganze Encodingvorgang noch einfacher, da wir hier mit einer GUI arbeiten.
Ich entscheide mich hier für MeGUI, da ich hiermit die besten Erfahrungen gemacht habe.



Als erstes sollten wir erstmal MeGUI downloaden, und konfigurieren.
Dafür auf diese Webseite gehen http://sourceforge.net/projects/megui/files/megui-stable/0.3.5/ und je nachdem was man will, entweder den Installer oder das Zip Archiv laden. Anschließend Installieren bzw. in einen Ordner entpacken.

Da MeGUI umbedingt Avisynth benötigt, solltet ihr das vorher auch runterladen und installieren.
Aktuelle Version ist 2.58. Achtet darauf, dass ihr keine 64Bit Version installiert, da es sonst inkompatibel zu MeGUI ist. http://sourceforge.net/projects/avisynth2/


Nach der erfolgreichen Installation, solltet ihr nun MeGUI starten und folgendes sehen.


Erstmal solltet ihr, oben auf Options->Update gehen um das Programm auf den neusten Stand bringen.
Bei den Wahl der Presets, könnt ihr auf "Cancel" klicken.
Nach dem Updateprozess sollte MeGUI neu starten.

Erstmal erstellen wir 2-3 Presets, die wir später fürs Encoding brauchen. Dazu klicken wir bei "Encoder Settings" wo x264:*scratchpad* steht rechts auf "config".


Modes: Hier stellt ihr ein ob ihr eine bestimmte Qualität (Targeting quality) erzielen wollt, oder eine bestimmte Größe(Targetin File Size)
Quality: der crf Werte, also der Qualitätsfaktor. 18 ist ein sehr guter Wert, erzeugt aber manchmal sehr große Output Videos. Wenn es euch zu groß wird, stellt hier ein Wert zwischen 19-22 ein.
Tunings: Hier interessant ist eigentlich nur "Film" für alles was Filmbasiert ist und "Animation" für Animierte Videos (aber nur für klassische 2D Filme wie z.B. König der Löwen. Für neuere 3D Animationsfilme ala Shrek wählt ebenfalls Film).
Presets: Eine einfache Konfiguration für die tieferen Optionen von x264. Interessant für uns ist alles von Medium bis Slower.
Medium erzeugt ein gutes Bild und ist relativ schnell. (10fps bei einem Quad)
Slow erzeugt ein etwas besseres Bild ist aber etwas langsamer (6fps bei einem Quad)
Slower erzeugt wiederum ein etwas besseres Bild ist aber noch langsamer (3fps)

Wenn ihr mit einem Quad über Nacht encodet, empfehle ich euch hier Slow zu nutzen.

Erstellt euch nun ein oder mehrere Presets wie ihr wollt (oder wie das Bild oben zeigt) und speichert diese, in dem ihr unten auf "New" drückt, und dem Preset einen Namen gibt (z.B. "CRF18_Film_Slow).

Als nächstes müssen wir das Ausgangsvideo indexieren. Dazu oben auf "Options->File Indexer" klicken.
Nun oben bei Input, euer Input Video wählen. Je nach Ausgangsmaterial werden euch verschiedene Optionen ermöglicht FFMSIndex sollte aber immer gehen, und ist auch ideal geeignet.
Nun unten auf Queue klicken.
Anschließend in MeGUI oben auf den Queue Reiter klicken und unten links auf Start drücken.

Anschließend sollte sich ein Preview-Windows von eurem Video öffnen und ein Dialog dazu.
Falls ihr oben und unten Schwarze Balken habt, könnt ihr auf AutoCrop(Beschneiden) drücken, um diese zu entfernen. Hierbei darauf achten, dass die Vertikale Auflösung durch 16 teilbar ist. Also wenn ihr im Orginal Video eine Vertikale Auflösung von 1080 habt und oben und unten 140 croppt, habt ihr noch 800Pixel übrig. 800 ist durch 16 ohne Rest teilbar ist also ok.
Wenn es bei euch nicht durch 16 teilbar ist, könnt ihr versuchen manuell die Cropping Werte zu verändern, so dass es passt.

Anschließend klickt ihr auf Save.

Nun sollte euer MeGUI Fenster das VideoFile geladen haben. Die Vorschau könnt ihr schließen.

Nun solltet ihr unter Video Output angeben, wo ihr das Encodete Video haben wollt und wie es heißen soll.
Unter File Format, solltet ihr noch auf MKV umstellen.

Nun mittig rechts (nicht unten rechts) ein klick auf Enqueue

Nun sollte euer Queue Fenster wie oben aussehen.
Nun unten wieder auf Start drücken, um den Encoding Vorgang zu starten.

Nun seht ihr folgenden Dialog, indem ihr die Restzeit (Time remaining) und die Geschwindigkeit in Bildern pro Sekunden (Processing Rate) seht.

Wenn der Vorgang fertig ist, solltet ihr in eurem vorher gewähltem Output Pfad das Video finden und abspielen können.


So das war's erstmal. Wie man danach dem Video noch die Audiospuren hinzufügt und etc. erkläre ich in meinem nächsten Blogpost.

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