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Im Bett mit der Apple Watch

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Im Bett mit der Apple Watch

Vor sechs Monaten erschien das erste Wearable von Apple in Form einer Uhr namens Apple Watch. Kurz nach Veröffentlichungen gab es die unterschiedlichsten Reaktionen in Form von Erfahrungsberichten und Reviews zu lesen. Einige Nutzer finden die Uhr zu komplex und das UI zu unübersichtlich, andere nahmen durch die motivierenden Workout Funktionen 20 kg ab und andere loben die exzellente Barrierefreiheit, die die Uhr ermöglicht.

Ich persönlich, trage meine Apple Watch seit Ende April täglich. Ich bin mit dieser auch sehr zufrieden, würde sie momentan allerdings nur an Early Adopter empfehlen. Generation 2 oder 3 dieses Produktes wird sicherlich deutlich besser.

Die größten Kritikpunkte von mir und vielen anderen Nutzern sind wohl die langsam startenden und oft nicht sehr nützlichen Apps. Zwar gab es zum Start der Uhr bereits einige Tausend Apps im App Store, allerdings blieb der App Hype wie man ihn vorher beim iPhone und iPad erlebt hat eher aus.

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 15 enthüllte Apple eine neue Systemsoftware für die Apple Watch mit dem Namen watchOS 2. Neben einigen funktionalen Erweiterungen, ermöglicht es watchOS 2 die App-Logik direkt auf der Uhr durchzuführen, statt diese auf dem iPhone vorzunehmen. Apple bezeichnet dies als native Apps. Da dies für weniger Kommunikation zwischen iPhone und Watch sorgt, soll dies für schnellere Apps sorgen. Zusätzlich erhalten Entwickler mit watchOS 2 viele neue Möglichkeiten die Sensoren der Uhr anzusprechen. So ist es beispielsweise möglich Daten des Beschleunigungssensors auszuwerten oder den Herzfrequenzsensor anzusprechen.

Dies ermöglicht eine neue Welle von funktionalen Apps, die nun langsam aber sicher im App Store erscheinen. In diesem Post will ich mich dem Schlaftracking mit der Apple Watch widmen. Ein Großteil der vorhanden Fitness-Armbänder von Fitbit und co. bieten bereits eine solche Funktion an. Mit watchOS 2 und Apps von Drittanbietern funktioniert dies nun auch auf der Apple Watch, so dass man sich theoretisch ein weiteres Gerät sparen kann.

Zwei dieser Apps hab ich mir näher angeschaut und ausprobiert.

Apps

Sleep++

David Smith, präsentierte am 21.09.2015 mit Sleep++ die soweit mir bekannt ist erste App für Schlaftracking. David Smith ist eine bekannte Person in der iOS-Entwicklerszene. Seine bekannteste App ist wohl Pedometer++ (dt. Schrittzähler++).

 

Die App auf dem iPhone. 

Die iOS-App ist ziemlich rudimentär aufgebaut und noch etwas funktionsarm. Die Watch-App ermöglicht es das Schlaftracking zu starten und zu stoppen. Zusätzlich bekommt man eine Übersicht der letzten Schlafeinheiten angezeigt. Die App versucht Schlafphasen anhand des eingebauten Beschleunigungssensors zu erkennen. Dazu zeigt es nach dem Schlaf eine Grafik an, die zwischen schlafend und wach unterscheidet. Wie gut die eingebauten Algorithmen zur Schlaferkennung funktionieren, kann ich nur schwer sagen. Zumindest hat die App gemerkt, dass ich wach bin, wenn ich länger rumgelaufen bin und vergessen habe das Schlaftracking zu stoppen.

Die App ermöglicht auch eine Integration in die iOS Health App.

Die App ist im Moment kostenlos erhältlich. Wer keine Werbung sehen will, kann diese per 1,99€ In-App-Kauf deaktivieren und den Entwickler damit unterstützen.

 

 

Sleep Pulse 2

Sleep Pulse 2 erschien vor wenigen Tage im App Store. Der Entwickler der App ist im Macrumors Forum aktiv. Hier kann man ihm auch Feedback und Verbesserungsvorschläge zur App zukommen lassen.

Aus meiner Sicht ist die Grafische Aufbereitung des Schlafs deutlich besser gelungen. Ein Schlaftracking startet man auf der Uhr per Force Touch und beendet dies genauso. Neben dem Beschleunigungssensor nutzt die App auch die Daten des Herfrequenzsensor und bereitet dies ebenso grafisch auf. Dazu wird alle 10 Minuten eine Messung der Herfrequenz durchgeführt.

Auch diese App ermöglicht es die erhobenen Daten in die iOS Health App zu schreiben.

Die App ist für 3,99€ im App Store erhältlich.

Wecken per Taptic Engine

Die beiden Apps haben keine integrierte Weck-Funktion. Ich weiß nicht ob dies in watchOS 2 so ohne weiteres möglich ist. Evtl. muss hier Apple noch passende APIs in einer zukünftigen Version bereitstellen. Ein automatisiertes Wecken je nach Schlafphase funktioniert also, im Gegensatz zu vielen iOS Sleeptrackern, nicht.

Um sich trotzdem von der Apple Watch wecken zu lassen, kann man hier einfach die integrierte Wecker App nutzen. Wenn die Uhr auf lautlos gestellt ist, wird man per Vibration mit der integrierten Taptic Engine geweckt. Aus meiner Sicht funktioniert dies wirklich hervorragend. Es ist eine angenehme Vibration, die einen definitiv weckt. Ein Vorteil ist auch, dass man potentielle Mitschläfer nicht aufweckt, wie das bei einem akustischen Wecker oft der Fall ist.

Akku?

Bisher, habe ich meine Apple Watch immer vor dem Schlafengehen an die induktive Ladestation gehängt und konnte so morgens mit vollem Akku aus dem Haus. Üblicherweise, hatte ich vor dem Schlafen gehen noch 40-50% Akku übrig.

Was ist also wenn man die Uhr Nachts am Handgelenk trägt um seinen Schlaf zu tracken?

David Smith schlägt in seinem Blogpost eine interessante Alternative zum nächtlichen Laden vor, die aus meiner Erfahrung sehr gut funktioniert.

So hat er beobachtet, dass die Uhr im Bereich zwischen 0 und 80 % ungefähr eine Minute pro Prozentpunkt lädt. D. h. in 80 Minuten schafft man es die Uhr von 0 auf 80 % aufzuladen. Nach der 80%-Schwelle dauert das Laden etwas länger, da die Uhr nur noch 0,5 % pro Minute lädt.

Eine gute Strategie zum Laden ist nach dem Aufstehen die Uhr für 20-30 Minuten an das Ladegerät zu hängen. In dieser Zeit hat man ja meist andere Sachen zu tun wie etwa Frühstücken und Zähneputzen. Zusätzlich sollte man noch ein 20-30 Minuten gegen Abend finden, an dem man die Uhr noch mal lädt. Mit dieser Strategie gerät man zu keiner Zeit in den roten Bereich.

Um während dem Schlafen noch mehr Akku zu sparen und sich nicht von nervigen Benachrichtigungen wecken zu lassen, empfiehlt es sich die Watch in den Flugzeugmodus zu schalten. Man darf nur nicht vergessen in der Früh diesen wieder zu verlassen.

Fazit

Die vorhandenen Apps zur Schlafüberwachung sind noch in den Kinderschuhen. Sleep Pulse 2 bietet aus meiner Sicht die deutlich bessere Experience. Dies liegt vor allem an der deutlich besseren Benutzeroberfläche und der Messung der Herzfrequenz.

Es bleibt abzuwarten, ob demnächst weitere Unternehmen eine Schlaftracking Lösung für die Apple Watch anbieten. Für das iPhone gibt es hier deutlich mehr Lösungen.

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Raspberry Pi 2 - Externe 2,5" Festplatte

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Raspberry Pi 2 - Externe 2,5" Festplatte

Wie in meinem vorherigem Post beschrieben (Raspberry Pi 2 - Erste Eindrücke), nutze ich einen Raspberry Pi 2 als NAS-System.

 

Eines der ersten Probleme auf die ich stieß: Meine Externe 2,5" Festplatte (Western Digital MyPassport) lief nicht an. Es war nur ein Klacken zu hören.

Nach einiger Recherche fand ich heraus, dass es mit einem kleinen Trick möglich ist, mehr Strom auf den USB-Port zu legen. So ist es nicht nötig einen USB-Hub mit externer Stromversorgung zu kaufen. Wer allerdings mehr als eine externe Festplatte betreiben will, sollte auf jeden Fall zu einem USB-Hub greifen. Auch ist für diese Methode ein stärkeres Netzteil erforderlich. Ich selbst nutze ein 2A 5V Netzteil. (Pi2 läuft auf Standardtakt und Standardspannung). Ein 1A oder 1,5A wird höchstwahrscheinlich nicht ausreichen !

Notwendig dafür ist ein Eintrag in der config.txt. Diese findet ihr bei Raspbian unter /boot/config.txt und bei Openelec unter /flash/config.txt

Ganzen unten in die config.txt fügt ihr folgenden Eintrag hinzu:

max_usb_current=1

Dies sorgt dafür, dass der USB Port nun maximal 1,2A bekommt anstatt nur 600mA. Jetzt läuft meine externe Festplatte problemlos an. Hab das mit der Einstellung nun seit über 24h stabil am laufen. Falls es zu Problemen kommen sollte, update ich diesen Post.

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Raspberry Pi 2 - Erste Eindrücke

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Raspberry Pi 2 - Erste Eindrücke

Am 02. Februar diesen Jahres kündigte die Raspberry Pi Foundation überraschend eine neue Version der Raspberry Pi an. War die erste Raspberry Pi schon beim Release Anfang 2012 hardwarmässig unterdimensioniert, verschlimmerte sich die Lage in den nächsten Jahren aufgrund steigender Software-Anforderungen. Für einige Hobby-Anwendungen war die Leistung der Pi zwar mehr als ausreichend, aber für Anwendungen die etwas mehr Rechenleistung benötigten, (Browsen, Programmieren) war die Pi eher weniger geeignet.

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Warum Netflix der beste Streaming-Dienst ist

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Warum Netflix der beste Streaming-Dienst ist

Die letzten Jahre über habe ich vermutlich fast jeden Video-on-Demand Anbieter ausprobiert, der auf dem Deutschen Markt vertreten ist. Im einzelnen waren das Amazon Instant Video, Watchever, Maxdome und Sky Go. So richtig warm wurde ich mit keinem. Das Problem ist nicht mal unbedingt die Auswahl an Inhalten, sondern die Qualität des Dienstes an sich.

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IRCCloud - IRC Bot in der Cloud

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IRCCloud - IRC Bot in der Cloud

IRCCloud ist ein noch relativer junger Webdienst, der es ermöglicht per Web Browser oder mobiler App auf das IRC-Netzwerk zuzugreifen. IRCCloud befindet sich noch in einer Beta-Phase. Eine Anmeldung ist daher momentan nur per Einladung möglich.

 

 

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Nexus 5 aus der Sicht eines Ex-Android Users

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Nexus 5 aus der Sicht eines Ex-Android Users

Am Freitag den 01.11.2013 einen Tage nach der lang erwarteten Nexus 5 Vorstellung von Google, habe ich mich entschlossen das neueste Nexus Flaggschiff zu bestellen. Ziel war einfach mal wieder einen Blick in das Android-Ökosystem zu bekommen und die aktuellen Entwicklungen von Google zu verfolgen. Auch war ich daran interessiert was Google auf den Markt bringt wenn Sie weitestgehend freie Hand bei Hardware und Software haben. Pure Android-Experience von Google also.

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Raspberry Pi kann nun auch LiveTV in HD

Vor kurzem habe ich meine Raspberry Pi auf die neuste "Testing" Version von OpenElec geupdatet. Im Moment ist dies die Version 3.15.

Seit diesem Update stelle ich fest, dass die vorherigen Probleme die beim Streamen von HD-Sendern entstanden sind(sowohl 720p als auch 1080i) komplett verschwunden sind.

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Feedbin: Mein Google Reader Ersatz

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Feedbin: Mein Google Reader Ersatz

Da Google vor einigen Monaten ankündigte den eigenen Reader Dienst einzustellen, habe ich mit Spannung die letzten Wochen und Monate verfolgt um einen Nachfolgedienst für mich zu finden.

Aber erstmal zum Google Reader. Dieser Dienst von Google war im Zeitalter der unübersichtlichen Informationsflut der ideale Begleiter für mich. Webseiten die mich interessierten, konnte ich im Google Reader ablegen und von dort aus verfolgen. Es war möglich sich verschiedene Kategorien anzulegen (z.B. Sport, Kino) und die Feeds anhand dieser zu sortieren.

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Raspberry Pi als HTPC: Fazit nach 6 Monaten

Seit ca. 6 Monaten sind bei mir zwei Raspberry Pi Systeme als HTPC im Einsatz. Als Distribution wird die aktuelle Version 3.06 von openELEC genutzt, die als Front-End XBMC nutzt.

Vor einigen Monaten hatte ich hier im Blog ja bereits viele Informationen zu der Pi Allgemein und zu meinem Setup preisgegeben. Heute hab ich mir gedacht es wäre mal an der Zeit ein Fazit zu ziehen, wie sich die Raspberry Pi als Media Center im Alltagsbetrieb macht.

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