plantoschka


Software, Hardware, Mobile, Video - Mac, Linux und Windows

Comment

Warum Netflix der beste Streaming-Dienst ist

Die letzten Jahre über habe ich vermutlich fast jeden Video-on-Demand Anbieter ausprobiert, der auf dem Deutschen Markt vertreten ist. Im einzelnen waren das Amazon Instant Video, Watchever, Maxdome und Sky Go. So richtig warm wurde ich mit keinem. Das Problem ist nicht mal unbedingt die Auswahl an Inhalten, sondern die Qualität des Dienstes an sich.

Watchever macht noch am meisten richtig. Der Dienst ist auf fast allen Plattformen verfügbar (Apple TV, iOS, Android, Chromecast etc.) und bietet Originalton an.

Die Bildqualität hingegen ist wirklich nur Mittelmaß. Das heißt bestenfalls gefühlte 720p mit 2-3 MB Bitrate. Zur Anfangszeit bekam man sogar oft gefühlte 360p Pixelbrei geliefert. Watchever hätte die viele Kohle für das Marketing lieber erstmal in den Dienst selber investiert. Marketing sollte man erst machen, wenn man auch ein gutes Produkt hat.

Vor ca. zwei Monaten entschloss ich mich einen Blick über den Teich zu werfen und Netflix USA auszuprobieren.

Folgende Features bietet Netflix seinen Kunden:

  • 1080p Full-HD mit 6Mb Bitrate
  • Originalton und Untertitelspur
  • Verfügbarkeit auf so gut wie jedem TV und Mobilgerät
  • Aufgeräumtes Webinterface
  • Zwei Leute können pro Konto gleichzeitig schauen (Für 11,99$ sogar 4)
  • Eigenproduktionen auf hohem Niveau

Zur Bildqualität möchte ich sagen, dass dies gewiss keine Blu-Ray Qualität (ca. 20-40Mb Bitrate bei 1080p) ist, aber besser als alle anderen Konkurrenzangebote und gut genug für die breite Masse. Das Bild sieht auch auf sehr großen Diagonalen (> 50") noch sehr gut aus. Selbst Filme die man über iTunes oder Google Play kauft/leiht sehen nicht besser aus. Netflix encodet die Filme auch selber anstatt das irgendwelchen Drittanbietern zu überlassen. Audio liegt in Dolby Digital 5.1 vor.

Zwar ist Netflix noch nicht in Deutschland gestartet, ich gehe aber stark davon aus, dass man bei fremdsprachigen Filmen Originalton anbietet. Warum? Weil Netflix genau das selbe bereits jetzt in spanischsprachigen Ländern macht. Z.B. in Mexiko bekommt man bei Filmen neben der spanischen Tonspur auch eine englische. Auch versteht man bei Netflix den Markt und weiß das es ein großes Publikum gibt, das Originalton will.

Darüber hinaus bietet Netflix Untertitel in der jeweiligen Landessprache an (USA/UK/Kanada Englisch, Mexiko Spanisch etc.). 

Bisher hab ich keinen anderen Streaming-Dienst gesehen, der Untertitel anbietet. Ganz stark.

Netflix findet man auf so gut wie jedem Gerät. Dabei bekommt man dann auch überall die gleiche Qualität angeboten. Amazon Instant Video Nutzer hingegen bekommen auf Mac und iOS Geräten z.B. nur SD-Qualität bei Filmen geliefert. Auf den eigenen Fire Geräte hingegen bekommt man echtes HD. Auf Android Geräten blickt man komplett in die Röhre.

Vielleicht ist das ja der große Vorteil von Netflix. Man gehört nicht zu irgendeinem Unternehmen das selber Hardware oder andere Dienste verkaufen will. Man ist ein reiner Streaming-Anbieter (und auch noch ein bisschen DVD-Verleih in den USA).

Zu den Inhalten will ich gar nicht so viel sagen. Man sollte nicht erwarten den neusten Hollywood Schinken sechs Monate nach Kinostart zu sehen. Indie-Filme hingegen findet man öfter auch nur ein paar Monate nach Kinostart. Z.B. gibt es seit ein paar Tagen beide Nymphomaniac Filme bei Netflix USA.

Ich hab auf meiner Watchliste jedenfalls genug Filme, für die nächsten x-Monate. Dazu kommen ja auch alle paar Tage einige Filme dazu. Zum Monatsanfang gibts dann immer größere Updates.

Auch in Sachen Vollständigkeit ist Netflix unangefochten. Während Watchever oder Sky Go oft nur Staffel 3 und 4 einer Serie anbietet, beginnen Serien bei Netflix immer mit Staffel 1 bis Staffel x. Man kann also immer von vorne beginnen und bis zu einem gewissen Punkt schauen.

Hochqualitative Eigenproduktionen wie House of Cards oder Orange is the New Black gehören bei Netflix mittlerweile auch zum Repertoire. Die 8,99$ pro Monat lohnen sich eigentlich schon nur deswegen. Neben Serien produziert Netflix auch Dokumentationen und in Zukunft eigene Talkshows und Filme.

Kurzum, Netflix ist für mich nicht einer von vielen Streaminganbietern, sondern DER Streaminganbieter am Markt und die Zukunft des Film und Serienkonsums.

Ich freue mich auf den Deutschlandstart in 2-3 Wochen.

Comment

Comment

IRCCloud - IRC Bot in der Cloud

IRCCloud ist ein noch relativer junger Webdienst, der es ermöglicht per Web Browser oder mobiler App auf das IRC-Netzwerk zuzugreifen. IRCCloud befindet sich noch in einer Beta-Phase. Eine Anmeldung ist daher momentan nur per Einladung möglich.

Funktionsweise

Die IRCCloud Server verbinden sich permanent mit einem oder mehreren von euch ausgewählten IRC-Servern.

Der User selbst verbindet sich mit dem IRCCloud Service und sieht dann in der Web-Oberfläche bzw. den Apps alle seine Channels. Die Einrichtung selbst ist daher sehr simpel und erfordert keinerlei Expertenkenntnisse.

Zugriff von überall

Ihr könnt per IRCCloud von quasi überall zugreifen. Das einzige was ihr benötigt sind eure Zugangsdaten.

Neben vielen modernen Browsern (Chrome, Safari, Firefox) bietet das IRCCloud Team auch eine wirklich gelungene App für iOS und Android. Beide Versionen laufen jeweils auf Smartphones sowie Tablets.

Die Apps und die Webseite ermöglichen es auch Push-Benachrichtigungen beispielsweise bei Privaten Nachrichten (Querries) zu erhalten. Dabei muss die App am Smartphone nicht im Hintergrund laufen, sondern es werden die jeweiligen Push-Protokolle von Apple und Google genutzt.

Eine eigenständige Applikation für Desktops gibt es nicht. Allerdings funktioniert die Webseite z.B. als angehefteter Tab in Chrome fast genauso gut wie eine native App.

Vorteile

IRCCloud speichert alle Nachrichten die in den Channels verschickt werden. Das heißt wenn ihr euch verbindet, ist sofort zu sehen, was in den letzten Stunden seit eurer Inaktivität geschrieben worden ist. Das ganze funktioniert dann auch Geräteunabhängig. Man kann eine Unterhaltung die man am PC angefangen hat bequem am Tablet oder Smartphone fortsetzen, ohne das die anderen Nutzer überhaupt merken, dass ihr das Gerät gewechselt habt.

Zusätzlich bietet IRCCloud auch einige Komfortfeatures wie automatisierte Pastebins beim Senden von mehrzeiligen Texten oder eine Vorschau von geposteten Bildern.

Mehr Features und aktuelle Infos zur Weiterentwicklung findet man im

IRCCloud Blog

.

Hat ein IRC Bot nicht die gleiche Funktionalität?

Ein IRC Bot bietet in der Tat ähnliche Funktionalität wie IRCCloud.

Ein Bot hat aus meiner Sicht allerdings einige Nachteile:

  • schwierigere Konfiguration
  • eigener Server nötig, auf dem der Bot läuft
  • teilweise Probleme mit verschiedenen IRC Clients (besonders auf Android und iOS)

Wer allerdings keinen Cloud-Diensten vertraut und selber hosten will, sollte weiter auf einen Bot setzen.

Kosten

7 Tage kann man IRCCloud kostenlos testen. Danach werden 4€ im Monat fällig. Die Bezahlung erfolgt per PayPal oder Kreditkarte.

Fazit

Ich nutze den Dienst nun seit über drei Monaten und bin sehr zufrieden. Ich habe lange nach einem komfortablen Dienst gesucht, der es mir ermöglicht über verschiedene Endgeräte auf eine IRC Instanz zuzugreifen. 4€ im Monat sind aus meiner Sicht auch in Ordnung für das gebotene.

Falls ihr Interesse am Dienst habt, schreibt in den Kommentaren. Drei Invites habe ich frei, die ich gerne vergebe. Ich selbst habe über ein Jahr auf einen Invite warten müssen :-)

Comment

Comment

Nexus 5 aus der Sicht eines Ex-Android Users

Am Freitag den 01.11.2013 einen Tage nach der lang erwarteten Nexus 5 Vorstellung von Google, habe ich mich entschlossen das neueste Nexus Flaggschiff zu bestellen. Ziel war einfach mal wieder einen Blick in das Android-Ökosystem zu bekommen und die aktuellen Entwicklungen von Google zu verfolgen. Auch war ich daran interessiert was Google auf den Markt bringt wenn Sie weitestgehend freie Hand bei Hardware und Software haben. Pure Android-Experience von Google also.

Meine letzten Nexus Geräte waren ein Nexus S und ein Galaxy Nexus. Das Nexus 4 habe Ich mir zwar mal angeschaut aber beschlossen es nicht zu kaufen. Gründe waren vor allem die Haptik und das Design.

Eine Warnung vorweg. Nachdem ich viele Jahre im Android Lager war (Galaxy i7500, HTC Desire, Nexus S, Galaxy Nexus) bin ich 2012 auf ein iPhone 5 gewechselt und momentan auch mit der neusten Iteration dem iPhone 5s unterwegs.

Warum ausgerechnet von Android zu iOS? Gibt dann natürlich viele Kommentare ala “Wie kannst du nur von einem offenen System mit vielen Freiheiten in ein so geschlossenes System wechseln”. Ich selber hab ja früher die Analogie gebracht, dass man im Apple System in einem 5-Sterne Luxus Gefängnis sitzt, während man bei Android zwar frei ist, allerdings qualitativ leiden muss. Heute trifft das auf beide Systeme eher nicht mehr zu. Android auf Smartphones hat sich stark verbessert und auch die Qualität der Apps nimmt weiter zu.

Der ausschlaggebende Grund für den Wechsel Android->iOS war, dass Ich einen Blick in die Android-Tablet Welt wagen wollte und mir ein Galaxy Tab (10“, iPad 2 Konkurrent) gekauft habe. Ich war damit auch mehr oder weniger zufrieden. Nachdem aber das iPad 3 vorgestellt worden ist und ich vom Retina-Dispay (jaja Marketing…) so begeistert war, bin ich auf ein iPad gewechselt. Nachdem ich dann mit iOS so extrem zufrieden war, war der nächste Schritt eben ein iPhone zu holen. Ich bereue das auch nicht, im Gegenteil ich habe momentan so gut wie keine Gründe wieder zu Android zu wechseln. Auch sehe ich im Tablet-Bereich Apple immer noch sehr weit voraus. Qualitativ hochwertige Apps erscheinen da meist früher oder sind sogar Exklusiv. Dazu gibt es 99% der Apps in einer speziell angepassten iPad Version während bei Android man oft nur ”aufgeblasene" Smartphone Apps zu Gesicht bekommt. Ich werde im weiten Verlauf dieses Posts das Nexus 5 auch in einigen Bereichen mit dem iPhone 5s vergleichen.

Trotzdem hab ich mir ein Nexus 5 bestellt weil ich eben Wissen wollte was Googles Vision von Android ist. Software und Hardware aus einer Hand (auch wenn es von LG gebaut ist), ist aus meiner Sicht die beste Lösung für eine optimale User Experience. Alles andere ist nur ein Kompromiss.

Ich hab keine Lust auf ein Smartphone, dass erstmal mit Bloatware (Hallo Samsung) vollgeladen ankommt. Das selbe Problem hab ich auch schon immer mit Windows Desktops/Laptops gehabt. Gibt natürlich immer die Möglichkeit die Bloatware zu killen (Bootloader Unlock, Root, neue SW-flashen), darauf hab ich momentan aber einfach keine Lust, weil es zeitaufwendig ist und man oft ein Kompromiss in Sachen Stabilität eingehen muss.

Das Nexus 5 in Schwarz mit 32Gb kam dann auch überraschend schnell am Dienstag den 05.11.2013 an obwohl Google eine Lieferzeit von 2–3 Wochen angegeben hat.

Erster Eindruck

Kurz: Mir gefällt das Design, es ist leicht, es fühlt sich gut in der Hand an, die Größe ist in Ordnung.

Google spendiert dem Nexus 5 ein sehr minimalistisches Design das LG mit einer guten Verarbeitung umsetzt. Es wackelt nichts und durch die “Soft-Touch” Rückseite fühlt sich das Gerät sehr gut in der Hand an. Es hat allerdings definitiv nicht das edle Look & Feel eines iPhones. Mit 130g wiegt es nur geringfügig mehr als das 5s mit 112g und fühlt sich durch die Größe fast leichter an als das Smartphone aus Cupertino.

Die Abmessungen betragen (HxBxT): 137,8 mm × 69,1 mm × 8,6 mm

Über die Tiefe von 8,59mm kann man sich nicht beschweren. Es ist auf keinen Fall “Dick”, gehört aber auch nicht zu den dünnsten Smartphones am Markt.

Display

Google baut ein 1080p IPS Display in das Gerät. Auf 4,96“ ergibt das eine Pixeldichte von 445 PPI (Pixels per Inch). Von solchen Werte konnten man vor einigen Jahren nur träumen. Das HTC Desire das März 2010 auf den Markt kam, galt mit seinen 800x480 auf 3,7” (252 PPI) damals schon als High-End. In gerade mal drei Jahren hat sich die Industrie hier selbst übertroffen. Wie sinnvoll das ist bleibt für mich aber etwas fraglich.

Ich denke bis zu einem gewissen Maße lohnt es sich die PPI zu pushen. Die Qualität eines Displays definiert sich aber sicherlich nicht nur durch die Anzahl der Pixel die es darstellen kann. Farbwiedergabe, Helligkeit, Blickwinkelabhängigkeit und andere Faktoren spielen eine fast ebenso große Rolle für ein subjektiven Eindruck des Displays. Aus meiner Sicht sollten sich Tech-Blogs auch wieder mehr mit der eigentlich Qualität eines Display beschäftigen und nicht immer nur über PPI reden.

Durch die immer höher werdende Auflösung nehmen auch die Anforderung an die SOCs (System-on-a-Chip) zu, da die einzelnen Pixel dargestellt werden möchten. Ich behaupte 300 PPI reicht. Taktet die SOC dafür dann lieber etwas tiefer und gebt uns damit bessere Akklaufzeiten. Auch muss bei 300PPI nichtmehr soviel Licht “erzeugt” werden so dass die interne Hintergrundbeleuchtung weniger Strom braucht. Zusätzlich hat man in grafisch anspruchsvollen Anwendungen einen Performancevorteil. Am Beispiel iPad 2 (bzw. iPad Mini) zu iPad 3 sieht man das Pixel Performance erfordern. Während das iPad 2/Mini heute immernoch eine gute Performance liefert, leidet das iPad 3, das ein nach dem iPad 2 auf den Markt kam, durch die riesige Auflösung. Zusätzlich ist es schwerer und dicker geworden. Einen Umstand den Apple erst vor ein paar Wochen mit dem iPad Air kompensieren konnte.

Da komme Ich nämlich auch zum Manko des Displays. Das Nexus 5 hat natürlich ein überragend scharfes Display mit einer recht guten neutralen Farbwiedergabe. Allerdings sind die Blickwinkel nicht ideal. Wenn man das Gerät von der Seite anschaut bekommt das Schwarz recht schnell ein grauen Schleier. Da ist aber kein so großes Manko und deshalb kann man das Display aus meiner Sicht immer noch als sehr gut bezeichnen. Besonders gefällt mir die neutrale Farbwiedergabe. Wenn man ein AMOLED Gerät daneben legt, sieht man deutlich wie übersättigt AMOLED eigentlich aussieht. Ist natürlich nur subjektiv. Vielen Leuten gefallen diese “starken Farben”.

Kamera

Vor ein paar Jahren als die ersten Mobiltelefone (aka “Handys”) mit Kamera auf den Markt kamen, gab es noch oft den Spruch “Wer braucht den eine Kamera auf dem Handy, ich will damit doch nur telefonieren”. Tja so ändern sich eben die Zeiten. Heute ist eine gute Kamera ein Kriterium das über Erfolg und Misserfolg eines Smartphones entscheiden kann. Im Zeitalter von Instagram, Facebook und Twitter ist es einfach essentiell immer und überall eine gute Kamera dabei zu haben. Aber auch für die “Anti-SocialNetwork-Fraktion” ist eine Kamera in manchen Lebenssituationen eigentlich immer praktisch.

Die letzten Iterationen der Nexus-Geräte waren Kameraseitig leider immer ziemlich schwach bestückt. Beim Nexus 5 hat sich das glücklicherweise gebessert. Die Kamera macht unter Tageslicht sehr gute Aufnahmen. Allerdings sollte aus meiner Sicht eine Smartphone-Kamera eben in so gut wie jeder Lebenssituation gute Fotos machen. Hier versagt das Nexus 5 leider bei schlechtem (künstlichem) Licht. Der Auto-Fokus arbeitet hier miserabel und auch das Ergebnis ist eher bescheiden anzusehen.

Nokia und Apple machen hier einen deutlich besseren Job. Auch die Auslösegeschwindigkeit ist nicht besonders toll. Die Kamera-Software kann mich auch nicht wirklich überzeugen. Eine der ganz wenigen Sachen die Samsung, HTC und Sony besser hinbekommen als Google selbst.

Übrigens sind Smartphone-Kameras keineswegs mehr ein Gimmick das für Schnappschüsse genutzt wird.

Auch Professionelle Photographen setzen mittlerweile in einigen Bereichen auf die Kameras in ihrem Smartphone (meist iPhone) . 

Insgesamt ist die Kamera als mittelmäßig einzustufen.

Performance

Das Nexus 5 ist das schnellste Android Smartphone das ich je in den Händen halten durfte. Scrollen im Homescreen, Öffnen von Anwendungen oder Surfen im Web geht sehr schnell und bietet dadurch eine hervorragende User Experience. iOS reagiert aus meiner Sicht trotzdem auch merkbar etwas schneller. Wurde vor kurzem auch in einer Studie von Agawi aufgezeigt.

Webseiten im mitgelieferten Chrome-Browser laden sehr schnell und lassen sich auch komplett flüssig durchscrollen. Ebenso lassen sich grafisch aufwendige Spiele wie Asphalt 8 oder Real Racing 3 ohne Kompromisse mit vollen Details in einer hohen Framerate spielen.

Der verbaute Snapdragon 800 von Qualcomm bietet vier Kerne mit je 2,3Ghz. Damit ist er der schnellste SoC im Android Markt. Lediglich der von Apple entwickelte A7 Prozessor spielt hier in der selben Liga. Interessanterweise kommt der A7 dabei mit 2 Kernen mit je 1,2 Ghz zurecht. Der A7 SoC dürfte also unter Last erheblich weniger Strom ziehen als Qualcomm Snapdragon 800. Es scheint also als ob Apple der Konkurrenz hier um einige Meilen voraus ist.

Insgesamt spielt das Nexus 5 mit dem Snapdragon 800 und 2Gb verbautem Arbeitsspeicher in der höchsten Liga der Smartphones. Sehr gut.

Akku

Waren die Anforderungen an einen Akku in Sachen Feature-Phones noch in die Richtung 1 Woche - 1 Monat ist es bei Smartphones eher 1 - 3 Tage. Für mich muss ein Smartphone einen ganzen Tag durchhalten. Vor dem Schlafengehen kriegt es dann Strom um für den nächsten Tag wieder bereit zu sein. Ich bin ja mittlerweile dazu übergegangen keine Prozentanzeige mehr zu verwenden weil man dadurch nur dauernd auf die verbleibende Akku Ladung achtet (“battery anxiety”). Ich möchte mein Verhalten nicht an die Restanzeige des Smartphones koppeln. Ich möchte tun was ich eben gerade tun möchte. Mit dem iPhone bin ich da sehr zufrieden und habe noch nie Probleme gehabt über den Tag zu kommen. Das Nexus 5 hat einen großen 2300mAh Akku. Einige möchten Argumentieren das ein LG G2 oder Note 3 bereits 3000mAh Akku verbaut haben. Ich denke aber das Problem Akkulaufzeit sollte man nicht mit der Denkweise “Wir bauen die Geräte immer größer damit wir immer größere Akkus reinbringen können” lösen.

Die zwei größten Akku-Verbraucher im Alltag sind das Display und der SoC. Wenn man gerade per Navi unterwegs ist, spielt GPS auch noch eine große Rolle. Die ersten Tage mit den Nexus 5 waren eine pure Enttäuschung. Nach 1h Display On-Zeit und ca. 12h Standby ist der Akku von 100% auf 25% gesunken. So schwach hab ich noch nie einen Akku in einem Mobiltelefon erlebt. Nachdem ich in den Android Einstellungen nach potentiellen Akku-Killern geschaut habe, entdeckte ich den “Mediaserver” Service, der laut Anzeige 50% des Akkus verbraucht hat. Ich stellte einige Sync-Dienste von Google Play ein und dadurch hat sich die Akku Laufzeit deutlich verbessert. Fragwürdig warum Google ein Produkt mit solch großen Mängeln ausliefert. Nach einiger Recherche im Internet scheint es das Problem mit dem Mediaserver schon seit Jahren zu geben. Ich möchte nicht wissen wie viele Kunden aktuell verzweifeln weil ihr Nexus 5 Akku miserabel hält. Nachdem ich das Problem mit dem “Mediaserver” hinbekommen habe, hat sich die Akku Laufzeit stark gebessert. Man kommt durch den Tag, muss allerdings aufpassen.10 Minuten Asphalt 8 unter freiem Himmel ziehen auch fast 10% Akkukapazität. Man kann also ziemlich schnell den Akku leer machen. Das iPhone unter Extremnutzung hält bei mir zumindest 3–4h durch.

Ein weiteres Problem das ich bei Android sehe sind Apps die im PlayStore verfügbar sind, die eine absolut miese Performance bieten und gleichzeitig noch irgendwo im Hintergrund am Akku nagen. Hier sollte Google eine bessere Qualitätskontrolle vornehmen.

Momentan bin ich mit der Akkulaufzeit ganz zufrieden. Eventuell bessert hier Google auch noch per Software-Updates nach. Aus meiner Sicht muss man bei iOS weniger auf den Akku achten und kann einfach das Gerät nutzen, wohingegen man bei Android sich oft selber ums Energiemanagment kümmern muss. Also lieber Hersteller, arbeitet an eurer Software und Hardware anstatt größere Akkus zu verbauen.

** Fazit:**

Google präsentiert mit dem Nexus 5 ein Top-Smartphone für einen sehr guten Preis. Google hat sich im Gegensatz zu Apple entschieden ein Kompromiss zu bauen. Das heißt wir setzen uns ein Preispunkt und schauen dann was wir damit hinbekommen. Ich würde mir für das nächste Nexus Smartphone wünschen das Google eben das “beste Smartphone” baut ohne irgendwelche Kompromisse.

Ich empfehle das Nexus 5 für alle Leute die unbedingt ein Android-Smartphone wollen oder ein Gerät für unter 400€. Ernsthafte Konkurrenz in dem Preissegment sehe ich eigentlich nur durch das Nokia Lumia 925, das ich ebenfalls für ein sehr gutes Produkt halte.

Comment

Comment

Raspberry Pi kann nun auch LiveTV in HD

Vor kurzem habe ich meine Raspberry Pi auf die neuste "Testing" Version von OpenElec geupdatet. Im Moment ist dies die Version 3.15.

Seit diesem Update stelle ich fest, dass die vorherigen Probleme die beim Streamen von HD-Sendern entstanden sind(sowohl 720p als auch 1080i) komplett verschwunden sind.

Vorher wurde das Bild nach einigen Sekunden Asynchron zum Ton oder blieb komplett stehen. Mit der neuen Version konnte ich vor einigen Tagen die Leichathletik WM über einen längeren Zeitraum ohne Probleme verfolgen.

Allerdings ist meine Box auch etwas übertaktet. Ob es ohne Übertaktung auch so gut läuft, kann ich leider nicht sagen.

Mit folgender Konfiguration laufen meine beiden Raspberry Pi's:

 arm_freq=800
 core_freq=333
 sdram_freq=450
 gpu_freq=300



Ich finde es wirklich erstaunlich wie viel die Entwickler aus dieser kleinen Kiste noch rausholen. Für den Preis von 35€ ist das aus meiner Sicht die beste "Streaming-Box"-Lösung am Markt.
Einzig für Leute die gerne Streaming Dienste wie Watchever, Lovefilm oder Maxdome nutzen wollen, ist die Pi nichts. Hier sollte man doch eher zur AppleTV, WDTV oder den integrierten SmartTV Funktionen greifen.

Comment

Comment

Feedbin: Mein Google Reader Ersatz

Da Google vor einigen Monaten ankündigte den eigenen Reader Dienst einzustellen, habe ich mit Spannung die letzten Wochen und Monate verfolgt um einen Nachfolgedienst für mich zu finden.

Aber erstmal zum Google Reader. Dieser Dienst von Google war im Zeitalter der unübersichtlichen Informationsflut der ideale Begleiter für mich. Webseiten die mich interessierten, konnte ich im Google Reader ablegen und von dort aus verfolgen. Es war möglich sich verschiedene Kategorien anzulegen (z.B. Sport, Kino) und die Feeds anhand dieser zu sortieren.
Das Killerfeature war allerdings die API. Durch diese wurden eine große Zahl von Clients für alle möglichen Geräte möglich, die sich mit dem Reader synchronisieren konnten. Das heißt wenn ich ein Artikel auf meinem PC als gelesen oder wichtig (starred) markiere, ist dies ebenfalls auf meinem iPhone Client ersichtlich.

Schade das Google diesen wunderbaren Dienst einstellte. Der Grund war wohl das Reader Nutzer für Google keine Kunden darstellten, da Sie keine Werbung direkt über Google konsumierten. Auch verschiedene Petitionen, die die Beliebtheit des Readers wiedergaben, ignorierte Google weitestgehend.

Durch die frühzeitige Bekanntgabe gab es für etablierte Unternehmen und besonders Start-ups die Chance einen ähnlichen Dienst zu schaffen, um Ex-Reader Kunden für sich zu gewinnen.

Es hat sich auch viel getan. Zu den populärsten Diensten die den Google Reader beerben möchten gehören u.A. Feedly, Digg Reader und der AOL Reader. Feedbin, Newsblur und andere nicht kostenlose Dienste gingen in den Medien leider etwas unter.

Am populärsten ist momentan sicherlich Feedly. Auf den ersten Blick bietet dieser Dienst auch wirklich alles was man sich wünscht: kostenlose Nutzung, eine offene API, eigene Apps für Android und iOS, Weboberfläche und eine einfache Portierung der Google Reader Feeds.

Was mich etwas skeptisch macht, ist das Feedly noch kein Geschäftsmodell hat und über einen Google Account funktioniert.

Kostenlos ist nicht kostenlos

Man sollte sich besonders in Zeiten von Prism und Tempora klarmachen wie sich ein kostenloser Dienst heute finanziert. Feedly hat mittlerweile über eine Millionen User und um einen Dienst für eine so große Nutzerzahl am laufen zu halten sind hohe Server und Personalkosten notwendig. 

Wie wird dies finanziert?
Natürlich über Werbung und parallel dazu Premium-Dienste gegen Bezahlung. So wird es auch bei Feedly über kurz oder lang laufen. Ob diese kostenlosen Dienste noch Deals mit dem US-Staat am laufen haben, die evtl. monetäre Anreize liefern, weiß keiner. Vor ein paar Wochen hätte ich gesagt das ist paranoid. Nach den letzten Enthüllungen von Edward Snowden, ist eher realistisch.

Ich persönlich habe aber schon seit längerer Zeit eine tiefe Abneigung gegen Werbung. Hier wird oft versucht Gehirnwäsche zu betreiben um Kunden an sich zu binden. Ich will garnicht Wissen wie viele Psychologen und Menschenkenner in der Werbeindustrie tätig sind.

Aus diesem Grund sind mir Bezahldienste lieber. Hier bezahl ich mit meinem Geld und nicht mit meinen Daten. Klar kann es immer noch sein, das der Dienst mit der NSA zusammenarbeitet. Immerhin kriegt die Werbeindustrie aber nichtmehr meine Daten. Auch hab ich hier eher das Gefühl, dass ich als Kunde wahrgenommen werde.
Ist natürlich jedem selbst überlassen, wie seine Einstellung dem gegenüber ist. Diese "Im-Internet-muss-alles-kostenlos-sein" Mentalität ist aus meiner Sicht für Langlebigkeit und hohe Qualität hinderlich.


Feedbin ist mein Dienst

Zwei Gründe warum ich mich gegen Feedly entschieden habe. Grund Nummer eins steht weiter oben. Grund Nummer zwei ist das aus meiner Sicht hässliche Web- und Appinterface. Dieses Grün ist einfach nicht meins. :-)


Feedbin bietet das aus meiner Sicht beste Webinterface. Schlicht, schnell, aufgeräumt und übersichtlich. Dazu gibt es wie bei Feedly eine API, die von einigen Apps bereits genutzt wird. Eigene Apps gibt es allerdings nicht. Hier verlässt man sich auf Drittentwickler, die mittlerweile für iOS und Android passende Apps bereitgestellt haben.

Feedbin kostet momentan 3$ im Monat oder 30$ im Jahr. Der Preis wurde erst vor ein paar Tagen von 2$ angehoben. Der Entwickler will damit auf bessere Hardware setzen und evtl. zusätzliche Entwickler beschäftigen.

Ist das teuer? Ganz ehrlich, diese 2,xx€ im Monat gebe ich sehr gerne aus um einen unabhängigen Entwickler zu unterstützen. Immerhin profitierte ich von diesem Dienst auch enorm.

Im Feedbin Blog gibt der Entwickler auch weitere Auskünfte über Hardware und zukünftige Features. Hier bekommt man einen kleinen Einblick, was für mächtige Server-Hardware genutzt werden muss um einen solchen Dienst am laufen zu halten.

Es geht noch besser

Wer keinen Aufwand scheut und daheim einen Server rumstehen kann kann dank Tiny Tiny RSS den wohlmöglich besten Service auf die Beine stellen. Dieser läuft auf eurem eigenem Server und ist komplett kostenlos und Open-Source. Man hat also einen unabhängigen Service daheim stehen, der ebenfalls über viele verschiedene Clients angesprochen werden kann.

Die aus meiner Sicht beste Lösung, die für mich aber etwas unkomfortabel ist, da ich mich auf meinen ISP verlassen muss und zusätzlich einen 24/7 Server daheim laufen lassen muss.

Falls ihr keinen Aufwand scheut, ist das aber sicher eine Super Lösung. Wenn alles wie gewünscht funktioniert, könnte man den Entwicklern ja auch ein paar Euro spenden :-)

Comment

Comment

Raspberry Pi als HTPC: Fazit nach 6 Monaten

Seit ca. 6 Monaten sind bei mir zwei Raspberry Pi Systeme als HTPC im Einsatz. Als Distribution wird die aktuelle Version 3.06 von openELEC genutzt, die als Front-End XBMC nutzt.

Vor einigen Monaten hatte ich hier im Blog ja bereits viele Informationen zu der Pi Allgemein und zu meinem Setup preisgegeben. Heute hab ich mir gedacht es wäre mal an der Zeit ein Fazit zu ziehen, wie sich die Raspberry Pi als Media Center im Alltagsbetrieb macht.

Raspberry Pi - Allgemein (Teil 1)
Raspberry Pi - Media Center/XBMC (Teil 2)
Raspberry Pi - Media Center/XBMC (Teil 3)

Die Pi bietet für 35-40€ ein absolut fantastisches Preis-Leistungs Verhältnis. Selbst bei Media Playern im Bereich von über 100€ ist es selten ein so anpassbares Gerät zu finden. Dank XBMC gibt es eine große Auswahl verschiedener Skins, bei denen jeder Nutzer seinen Favorit wählen kann.
Durch das integrierte Add-On System kann man enorm viele Erweiterungen runterladen und installieren. Es gibt kaum eine Videoplattform (YouTube, Vimeo) die man hier nicht findet.

Meiner Meinung nach ist XBMC die mit Abstand beste Software Lösung für ein Media Center.



Die Videowiedergabe funktioniert bei bestimmten Voraussetzungen wunderbar. Besonders streng sind diese Voraussetzungen allerdings nicht. Videos sollten im MKV, MP4 oder AVI Container vorliegen. Als Codec darf h264, divx, xvid und mit gekauftem Plugin auch MPEG2 und VC-1 genutzt werden. Audio kann eigentlich in jedem beliebigem Format vorliegen. Hatte die Pi anfangs noch Probleme mit DTS, so ist dies bei den neueren Distributionen durch viel Software-Optimierung größtenteils behoben.
Einzig sollte die Bitrate bei h264 20Mbit nicht überschreiten, da es sonst zu Ruckeln kommt.

Wie ich bereits oft angemerkt habe, ist es empfehlenswert zum Streaming NFS als Freigabe zu verwenden. SMB, AFS und DLNA sind alle etwas langsamer und so kann es beim Abspielen zu Rucklern kommen. Falls kein NFS zur Verfügung steht, sollte man am ehesten noch SMB nutzen.

Auch Live-TV beherrscht die Pi. Das heißt ihr könnt über verschiedene Add-Ons eure TV-Quelle einbinden. In meinem Fall ist die Quelle ein VU+ Receiver (Solo 2). Funktioniert in SD mit dem MPEG2 Codec recht gut. Allerdings kann man HD-TV vergessen. Viel zu oft gibt es hier Abbrüche oder Asynchronen Ton. Auch die 720p Sender von ARD und ZDF laufen nicht zufriedenstellend.

Airplay über iPhone oder iPad funktioniert leider auch sehr bescheiden. Ich hab es eigentlich noch nie hinbekommen, dass ein Stream länger als 10 Minuten läuft. Oft stürzt auch das gesamte System ab und man muss es neustarten. Wer eine zuverlässigen AirPlay Player will, sollte sich dann doch eher eine AppleTV zu legen.
Die Pi kann übrigens keine DRM-Geschützten Inhalte abspielen und auch AirPlay-Mirroring ist nicht möglich.

Auch muss ich Allgemein etwas über die Stabilität meckern. Es passiert einfach zu oft, dass sich die Pi in irgendwelchen Menüs aufhängt. Helfen tut hier dann oft nur ein Restart der Pi. Leider ist es dazu nötig das Gerät vom Strom zu trennen und wieder anzuschließen. Manchmal kann man über SSH aber auch einen Reboot anstoßen.
Positiv zu erwähnen ist, dass beim Abspielen von Videos Abstürze so gut wie nie auftreten. (Ausnahme Airplay)

Hier dann noch einige weitere positive Sachen die mir aufgefallen sind:

  • Es gibt immer noch sehr oft Updates. Daran sieht man, dass Entwickler weiterhin am optimieren sind.
  • CEC. Es gibt einfach nichts praktischeres als mit der TV-Fernbedienung die Oberfläche bedienen zu können. Dieses Feature bieten die meisten Media Player NICHT an.
  • iPhone und Android App als Fernbedienung oder um direkt Videos zu starten. Die offizielle iPhone App ist wunderschön gestaltet. Für Android empfehle ich eher Yatse, da die offizielle App wenig veraltet ist und wenig Features bietet.
  • Offen. An der Pi sieht man wiedermal wie toll offene Plattformen doch sind.



Und einige negative:
  • openELEC hat keine Auto-Update Funktion. Für Power-User kein Problem aber warum ist das nicht direkt in das System eingebaut? Wie es bei anderen Distributionen aussieht kann ich leider nicht sagen.
  • Blinkende und Leuchtende LEDs auf der Pi. Ich hab die LEDs abgeklebt da sie im Filmbetrieb am Abend einfach extrem nervig waren.
  • 3D nur über SBS oder OU Verfahren.
  • Performance. Man merkt im Menü doch immer mal das die Pi an der Grenze arbeiten muss. Auch HDTV funktioniert nicht. Ich hoffe das wir in den nächsten Monaten mit einer überarbeiteten Pi rechnen können (Dual-Core? )

So das war es erstmal. :-)

Comment

Comment

Airplay auf einer Vu+ einrichten

Heute habe ich nach einer Möglichkeit gesucht um Videos, Musik und Fotos von meinen iOS Geräten per Airplay auf meine Vu+ Solo 2 zu streamen.

Android Nutzer sind übrigens nicht ausgeschlossen, da mittels der DoubleTwist oder Airsync App ebenfalls das AirPlay Protokoll genutzt werden kann.


Da die Vu+ Solo2 Enigma 2 als Oberfläche nutzt, sollte diese Anleitung mit allen Enigma 2 Geräten funktionieren (z.B. Dreambox).
Auf meiner Vu+ Solo 2 habe ich das VTI Image installiert. Ob diese Anleitung mit der Original Software funktioniert, kann ich leider nicht sagen.


Zur Auswahl stehen mehrere Plugins die Airplay ermöglichen. Lieder haben viele schon mit einfachen Funktionalität zu kämpfen und funktioniert nicht wirklich gut und stabil.

Ausnahme ist Airplayer. Dieses Plugin funktioniert wirklich beinahe perfekt.

Was kann Airplayer?

  • Videos, Audio und Fotos über das Airplay Protokoll auf dem TV anzeigen

Was kann Airplayer nicht?

  • Video und Audio das mit DRM gesichert ist kann man aktuell nicht streamen. Das kann momentan nur eine AppleTV
  • Ebenfalls funktioniert kein Airplay-Mirroring. Dies liegt ebenfalls an dem Kopierschutz. Ob die beiden Features in Zukunft funktionieren werden ist fraglich. Momentan haben alle Plugins diese Problem.


Um Airplayer zu installieren geht ihr auf die Google Code Seite unter Downloads und ladet die benötigte Version runter. Für eine Vu+ braucht ihr das "mipsel32el.ipk"Paket. Die momentan aktuellste Version ist die 0.39 vom 7.05.2013 .

Nachdem der Download auf eurem PC abgeschlossen ist, müsst ihr die .ipk Datei nun auf eure Box installieren.
Dazu gibt es zwei möglicheVorgehensweisen.

1. Ihr packt die .ipk Datei auf einen USB Stick und schließt diesen an eure VU+ an.
2. Ihr übertragt die .ipk Datei per FTP auf eure Box. Die Datei sollte in den /tmp Ordner abgelegt werden.

Als nächstes müsst ihr auf eurer Box die Manuelle Installation einer IPK Datei auswählen. Dazu startet ihr über die Blaue Taste das VTI Menü und wählt Installiere Erweiterungen.



Hier dann "Installiere IPKG-Pakete" auswählen. Wenn die Datei in /tmp liegt, wird diese automatisch installiert.

Nun müsst ihr die Oberfläche eurer VU+ neustarten (Enigma2) oder alternativ euren Receiver komplett neustarten.

Nach einem Neustart könnt ihr im Menü unter Erweiterungen den AirPlay Menü Eintrag sehen.

Hier könnt ihr noch mehrere Einstellungen tätigen, wie den Namen des Dienstes. Ich fand es immer praktisch die Benachrichtigung beim Starten der VU+ zu deaktivieren. Auch habe ich die Steuerung der Lautstärke über das iOS Gerät deaktiviert (Auto volume-control from iOS device), da mein Fernseher sonst immer sehr leise wurde.

Über eure iOS Gerät könnt ihr dann in der jeweiligen App (z.B. Youtube) über das AirPlay Symbol das Streaming beginnen.

Ich bin mit dieser Lösung sehr zufrieden. Airplayer ermöglicht es relativ einfach mein Content vom iOS Gerät auf einen Fernseher zu bringen.


Falls ihr noch fragen habt, hier in die Kommentare schreiben oder direkt im Supportforum unter www.Airplayer.biz

Comment

Comment

Erfahrungsbericht mit dem neuem flickr

Vor ca. einer Woche gab das US Unternehmen Yahoo ein Redesign seines flickr Online Foto Dienstes bekannt.


Flickr ist ein seit 2004 verfügbarer Dienst, der es dem Nutzer erlaubt seine digitalen Fotos auf der Plattform hochzuladen. Zugleich bietet Flickr wie alle modernen Webservices eine Community Plattform um Fotos von anderen Nutzern zu sehen und seine eigenen zu teilen.

Mit dem neuem Design versucht Yahoo Fotos zum zentralen Punkt der Webseite zu machen. So sieht man auf der Startseite populäre Fotos in einer hohen Auflösung und gleichzeitig so wenig leere Stellen wie möglich.

Das wohl wichtigste neue Feature ist die Möglichkeit 1 Tbyte an Fotos kostenlos hochzuladen. Damit hat flickr ein ziemlich beeindruckendes Alleinstellungsmerkmal, da beispielsweise Google auf der eigenen Fotoplatform Picasa (bzw. Google+) lediglich 15Gbyte kostenfrei anbietet. Die Fotos werden übrigens in der Originalauflösung hochgeladen, es wird also nicht wie bei manchen anderen Services die Fotogröße verändert.

1 Tbyte an Daten pro Nutzer sind natürlich ein wahnsinniges Datenaufkommen und ich bin gespannt ob Yahoo's Server dieses auf Dauer auch aushalten. In den ersten Tagen nach der Bekanntgabe gab es von einigen Nutzern Klagen aufgrund der schlechten Erreichbarkeit der Webseite. Mittlerweile scheint aber alles problemlos zu laufen.

Ich persönlich hatte flickr vorher nie genutzt. Da ich aber sehr experimentierfreudig bin, habe ich mich sofort nach der Bekanntgabe angemeldet und meine ersten Fotos hochgeladen. Der Prozess gestaltet sich über die Webseite relativ einfach.
Fotos kann man per Drag&Drop oder per Dateidialog hochladen. Nach dem Hochladen ist es wie bei Foto Webdienste üblich diese Fotos mit Tags zu versehen und in Alben zu verwalten.



Wer eine Menge an Fotos hochladen will, kann sich mal den Flickr Uploadr anschauen. Dieses Tool für Mac und Windows ermöglicht es ebenfalls komfortabel seine Fotos hochzuladen.

In Sachen Privatsphäre macht flickr das ähnlich wie alle anderen Dienste. Hochgeladene Fotos können als privat oder öffentlich markiert werden. Im privaten Modus kann nur der Nutzer selbst und zugelassene Freunde darauf zugreifen. Im öffentlichem Modus, kann praktisch jeder Internet Nutzer auf diese Fotos zugreifen. Es ist also Vorsicht geboten, wenn man Fotos hochlädt die evtl. nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Das gute ist allerdings, das flickr Fotos standardmäßig als Privat markiert (im Gegensatz zu manch anderen Foto Services). Schnappschüsse in der App werden allerdings standardmäßig als Öffentlich deklariert.

Workflow

Neben dem Upload über Weboberfläche und einem Standalone Programm gibt es auch weitere komfortable Möglichkeiten.

Für mich extrem praktisch war die in iPhoto eingebaute Funktion, Fotos zu Flickr hochzuladen. So konnte ich Ereignisse in iBooks direkt zu Alben in flickr hochladen ohne großen Aufwand.


Ich vermute, dass andere Fotoverwaltungstools ähnliche Möglichkeiten bieten, da flickr eine offene API hat.

Innerhalb von flickr kann man sich zu einem öffentlichen Foto ein Link erzeugen lassen, was ich sehr praktische finde, um bspw. jemandem schnell und unkompliziert einen Schnappschuss zu zeigen.

Apps

Zusammen mit dem Redesign enthüllte Yahoo ebenfalls neue Apps für die iOS und Android Plattform. Leider ist es nur eine Phone-App. Eine speziell angepasste iPad Version gibt es leider noch nicht. Ich hoffe da folgt noch was, da ich auch gerne eine native App auf meinem iPad nutzen würde.

Die iOS Applikation bietet beim Start ähnlich wie die Webseite erstmal einen Überblick über momentan populäre Fotos. Finde ich persönlich sehr schön. 
Die Android App sieht ziemlich anders aus und orientiert sich an den Holo-Designrichtlinien von Google. Funktional ist die App der iOS Version ebenbürtig. Persönlich finde ich die iOS Version im Design viel besser.

Daneben bietet die App natürlich auch an die eigenen Fotos oder die der Freunde anzusehen.



Das wichtigste Feature, der Photo Upload ist etwas versteckt unter dem Kamera Symbol. Um Fotos aus der Galerie hochzuladen, muss man also erstmal das Kamera Symbol anklicken und dann unten Links neben dem Auslöser drücken. Importierte sowie geschossene Fotos innerhalb der App können mit Filtern ausgestattet werden. Das funktioniert sehr ähnlich zu Instagram und sieht natürlich hübsch aus.


Ein Feature vermisse ich leider noch. Ein automatischer Foto Upload, so wie es beispielsweise die Dropbox oder Google+ App bietet, wäre sehr praktisch. Ich denke das in einem zukünftigem Update diese Funktion auch nachgeliefert wird.

Laut den ersten Gerüchten, wird Flickr und Vimeo in iOS7 und MacOSX 10.9 eine größere Rolle spielen. Ich vermute das dann der Export von Fotos zu Flickr direkt aus der Galerie App heraus möglich ist.

Fazit:

Dank 1 Tbyte Speicherplatz und einer großen Featurevielfalt nutze ich Flickr nun als meine primäre Plattform für Fotos. Das vorher von mir genutzt Picasa bietet viel weniger Speicherplatz und auch die Funktionalität und das User Interface sind nicht zu vergleichen mit Flickr.

Ein sehr guter Job von Yahoo. Ich hoffe nur das die Server die Masse an Fotos die in den nächsten Jahren aufkommen wird auch standhält.

Im Netz gab es übrigens ein größeren Shitstorm von flickr Nutzern die schon länger diese Plattform nutzen. Diese beschweren sich größtenteils über das neue Design, da es ohne Vorwarnung einfach radikal geändert wurde. Kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen, da ich finde Yahoo hat flickr einen frischen und modernen Anstrich verpasst. Allerdings war ich vorher natürlich auch kein flickr Pro User :-)

Comment

Comment

Betreiberlogo unter iOS ändern (T-Mobile, Vodafone, o2)

Um etwas Leben in den ziemlich starren iOS Homescreen zu bringen, gibt es eine Möglichkeit das Betreiberlogo in der Statusleiste durch ein anderes zu ersetzen.



Durch diesen Trick, der kein Jailbreak benötigt, seht ihr statt den Betreibertext ein farbiges Logo eures Providers.


Auf diesen Tipp bin ich durch den Anfx Blog gestossen, der auch eine ausführlich Anleitung anbietet. Auf die einzelnen Schritte gehe ich hier jetzt nicht ein, da ihr das oben nachlesen könnt.

Comment

Comment

Lovefilm nun auch mit HD-Streaming für PS3

Vor einigen Stunden hat Lovefilm die eigene Applikation für die Playstation 3 geupdatet. Die App heißt nun "Lovefilm Instant" und bietet endlich auch HD-Streaming.




Die App bietet neben dem verbesserten Bild auch eine stark verbesserte Menü Struktur.


Ich habe mal "Die Tribute von Panem" angetestet und die Qualität ist merklich besser als früher. Klar kommt man lange nicht an Blu-Ray ran aber es ist doch ein Schritt vorwärts.


Was mir noch fehlt?


  • Bitte Originalton bei jedem Film/Serie anbieten
  • Noch bessere Video-Qualität
  • Bitte auch die iPad App Updaten, die ist gnadenlos veraltet
  • iPhone App sollte auch mit Streaming Option ausgestattet werden

Comment

Comment

Sony STR-DH730 Erfahrungsbericht

Vor ca. einer Woche entschloss ich mit spontan einen Sony STRDH730 zu kaufen und damit meinen Yamaha RX-V661 zu ersetzen.
Primär ging es mir darum endlich auch HD-Audio (DTS-HD, Dolby TrueHD) hören zu können, da mein alter Receiver dies nicht konnte.

Der Sony STR-DH730 ist ein 7.1 Kanal AV-Receiver mit 5 HDMI Anschlüssen. Er bietet ein Faroudja Video Upscaler, der Video Material auf 1080i hochskalieren kann.
Er unterstützt alle gängigen HD-Audioformate und kann auch 3D über die HDMI Anschlüsse verarbeiten.

Gekauft hab ich den Sony STR-DH730 bei Amazon.de für 199€.

Verarbeitung und Anschlüsse:


Die Front des Sony STRDH730 hat zwar einen Alu Look, besteht allerdings komplett aus Plastik.

Sony STR-DH730 (darüber ein Sony BDP-S790 und eine WDTV)
Optisch macht der AV-Receiver einen guten Eindruck und besonders im Zusammenspiel mit einem Sony Blu-Ray Player schaut das ganz ordentlich aus.

An der Front findet man einen Kopfhöreranschluss, einen USB Anschluss zum Abspielen von Musik als MP3 oder AAC und ein Komponenten Anschluss für Video u. Audio.

Auf der Rückseite findet man wie bei AV-Receivern üblich eine Menge Ein und Ausgänge. Die Anschlüsse für die Front Lautsprecher sind Dreh-Anschlüsse und für alle anderen Klemmen. Wer dicke Lautsprecherkabel (>2,5mm) könnte evtl. Probleme kriegen diese einzuklemmen. Ich habe 2,5mm Kabel und die gingen gerade so rein.

Darüber hinaus findet man folgende Anschlüsse:

  • 5x HDMI IN, 1x OUT
  • 2x YPBR IN, 1x OUT
  • 1x Coaxial Eingang
  • 2x Toslink Eingang
  • Antenne für FM und AM Radio
  • 3x Analog Video IN und 1x OUT
  • 5x Analog Audio IN
  • Subwoofer Ausgang (Aktiv)

Fernbedienung:

Sony RM-AAU107
Die mitgelieferte Fernbedienung macht einen soliden Eindruck für diese Preisklasse. Sie liefert kein Display mit, aber eine Menge Tasten zum direkten Zugriff auf verschiedene Optionen.
Die Druckpunkte der Tasten sind einwandfrei. Mit der Fernbedienung lassen sich natürlich auch andere Geräte wie BluRay Player oder Fernseher steuern.

Setup:

Trotzt des geringen Preises liefert Sony ein Einmessmikrofon mit. Die Einmessung geht sehr schnell und die Ergebnisse sind zufriedenstellend. Trotzdem sollte man danach nochmal Manuell die Einstellungen prüfen und evtl. nachstellen.

Der Receiver bietet ein OSD (On Screen Display), mit dem man komfortabel auf dem Fernseher alle Einstellungen vornehmen kann. Leider ist das OSD optisch extrem schlicht und auch sehr träge. Alternativ lässt sich aber auch direkt auf dem Display des AV-Receivers alles einstellen.

Sound:

Ich besitze ein 5.1 System bestehen aus 2x Canton GLE 409 (Front), 1x Canton GLE 405 (Center), 2x Canton CD10 (Surround), 1x Canton AS85SC (Subwoofer).

Ich bin kein Audiophiler und kann den Sound eigentlich nur mit meinem vorherigem AV-Receiver vergleichen (der vor ein paar Jahren 500€ gekostet hat).
Was mir als erstes aufgefallen ist, ist die sehr gute Dialogverständlichkeit des STR-DH730. Man versteht auch die leisesten Dialoge ohne extrem laut aufdrehen zu müssen. 
Die Dynamik gefällt mir auch ziemlich gut.

Ich stellt den Receiver meist auf Auto, so dass die Quelle 1:1 wiedergegeben wird. Stereo Quellen laufen also über die zwei vorderen Lautsprecher, während Dolby TrueHD ungefiltert an alle Lautsprecher durchgegeben wird.

Natürlich bietet der Sony wie alle AV-Receiver zig verschiedene Effekte um den Sound zu verschlimmbessern.
Einzig praktisch finde ich manchmal den Nacht-Modus, wenn man sehr spät Abends noch was schauen will und nicht allzu laut aufdrehen darf :-)

Fazit:

Die 200€ haben sich aufjedenfall gelohnt. Ich glaub kaum das man für einen so niedrigen Preis ein vergleichbar gutes Neugerät bekommt. Der Sony beherrscht alle modernen Sound-Formate und auch die 3D BluRay Wiedergabe, so dass man für die Zukunft Gerüstet ist.

Für mich aufjedenfall kein Fehlkauf.

Comment

Comment

NFS Freigabe unter Mac OS X 10.8 Mountain Lion einrichten

Da ich eine Raspberry Pi besitze, die auf Videos zugreift, die wiederum auf meinem Mac Rechner gespeichert sind, brauche Ich ein zuverlässiges Protokoll, dass ein möglichst schnelles Streaming erlaubt.

Samba und DLNA funktionieren zwar auch mit der Pi, allerdings bieten diese langsamere Dateiübertragungsraten wie NFS. Somit kann es bei SMB und DLNA öfters zu Aussetzern bei Filmen mit hoher Bitrate kommen. Aus diesem Grund sollte man wenn möglich immer eine NFS Freigabe auf seinem PC/Nas einrichten und dann mit der Pi darauf zugreifen. Mit dieser Methode hatte ich noch nie Probleme mit Aussetzern oder Rucklern beim Abspielen von Videos (auch 1080p mit DTS und Bitrate von ca. 20Mb/s).

Das Einrichten einer NFS Freigabe unter Mac ist problemlos möglich, da dies ja auf Unix basiert. Allerdings ist diese Prozedur nicht ganz unkompliziert, weswegen ich auch diese Anleitung verfasse.

Einrichtung der Freigabe unter Mac

Glücklicherweise bietet der Entwickler Marcel Bresink ein Programm an, dass die Einrichtung und Konfiguration der NFS Einstellungen unter Mac 10.6, 10.7 und 10.8 vereinfacht.

Das Programm NFS Manager, gibt es hier zum Download. Das Programm ist in der kostenlosen Variante nicht funktionsbeschränkt, man erhält allerdings immer ein Warnfenster, sobald man das Programm startet oder Einstellungen speichert. Wen das stört, der kann ca. 18€ investieren und eine Lizenz kaufen.

Nach dem Start des Programmes kann man links unter NFS-Server die Einstellungen festlegen.


Unter Freigabedefinitionen legt man seine gewünschten Freigaben fest und stellt einige Einstellungen ein. Zum problemlosen Zugriff von XBMC auf die Freigabe sollte unter Zugriffsrecht, "Zugriff von jedem Netz und Computer erlauben" eingestellt sein.

Auch sollte laut dem XBMC Wiki noch ein zusätzlicher Parameter eingestellt werden, damit XBMC die Freigabe sieht.
Da ich leider nicht weiß, wo diese Einstellungen im NFS-Manager zu finden ist (und ob sie überhaupt dort zu finden ist), beschreibe ich hier den manuellen weg.

Dazu erstmal das Terminal aufrufen und folgenden Befehl eingeben:
"nano /System/Library/LaunchDaemons/com.apple.nfsd.plist"

Ihr solltest im unteren Teil ungefähr folgendes sehen:

Unter dem Eintrag /sbin/nfsd, solltet ihr wie im Bild noch den folgenden Eintrag hinzufügen.
"-N"

Im Texteditor nano navigiert man über die Cursortasten der Tastatur an die Stelle wo man schreiben will, und schreibt dann darauf los. Zum Speichern und Schließen drückt man anschließend die Tastenkombination "CTRL+X"

Anschließend gebt ihr in das Terminal nochmal den Befehl "sudo nfsd restart" ein.

Nun sollten die Freigaben aktiv sein.

Freigabe in XBMC hinzufügen

Ich habe es nicht hinbekommen in XBMC die NFS Freigabe per Hand hinzuzufügen. Wenn ich Videos hinzufügen wähle und dann NFS, findet er leider die Quelle trotzdem nicht. Über den Zeroconf funktioniert es zwar und er findet auch die Quelle, allerdings ist es damit extrem langsam und man hat die üblichen Buffering Probleme.

Um diese Problem zu lösen, mounte ich die NFS Shares per Hand beim Booten der Raspberry Pi und umgehe somit die XBMC NFS Lösung.
Diese Prozedur ist je nach verwendeter RaspberryPi XBMC Distribution unterschiedlich. Ich benutze OpenElec in Version 3. Falls jemand eine Anleitung für eine andere Distribution braucht, einfach in die Comments posten. Ich kümmere mich dann darum.

Unter Mac solltet ihr im Finder sobald die Pi angeschaltet ist und OpenElec darauf läuft, diese als Freigabe finden.


Ordnerstruktur OpenElec Freigabe
Hier könnt ihr unter Configfiles eine neue Datei Autostart.sh erstellen. Dieses Script wird automatisch beim Start von OpenElec ausgeführt.



Hier tragt ihr pro Zeile eure Mount Points der vorher eingerichteten Freigaben ein.

Der Aufbau ist:
"mount -t nfs "IP:/Pfad/zur/Freigabe" /Pfad/der/Pi -o nolock;"

Der erste Pfad ist der Freigabepfad den ihr vorher festlegt habt. Davor muss noch die IP-Adresse des Rechners stehen. Der zweite Pfad ist das Ziel auf das der Ordner gemounted wird. OpenElec hat bereits ein paar automatisch angelegte Ordner, die ich hier nutze.

Um die Kommandos zu testen, könnt ihr diese auch einfach auf eurer Raspberry Pi ausführen indem ihr euch per SSH darauf verbindet.

Um die genaue Ordnerstruktur der Pi zu sehen, verbindet ihr euch per FTP darauf.

Nach dem Einrichten der Mount Points müsste ihr OpenElec nochmal neu starten. Jetzt findet ihr im Videos,TvShows oder Music Ordner eure Dateien.

Ist zugegebenermaßen ein etwas komplizierter Weg, aber wie gesagt hab ich es nicht geschafft, dass XBMC die NFS Freigabe automatisch erkennt.


Comment

Comment

Videos mit Handbrake komprimieren unter Windows, Mac oder Linux

Auf meinem Blog biete ich bereits einige Anleitungen zum Thema Videokompression mit x264 an. Leider sind diese Anleitungen meistens etwas komplizierter und nur mit einem gewissen Zeitaufwand durchzuführen. Deshalb hab ich mich entschlossen diesmal eine einfachere Lösung vorzustellen, die aber trotzdem hochqualitative Rips ermöglicht.

Da ich soweit wie möglich immer darauf achte alle meine Anleitungen für alle Plattformen (Win/Mac/Linux) anzubieten, habe Ich mich in den letzten Wochen mit einigen Lösungen beschäftigt. Ich entschied eine Anleitung zu Handbrake zu schreiben, da es meiner Meinung nach die momentan flexibelste und einfachste Oberfläche bietet um Videos zu komprimieren.



Handbrake kenne ich schon seit längerer Zeit, bin damit aber nie richtig warm geworden.
Zum einen bot es keine Möglichkeit bei den Kompressionseinstellungen direkt auf die x264 Einstellung zuzugreifen und zum anderem gab es keine integrierte Möglichkeit BluRay Untertitel zu verarbeiten.
Diese beiden Kritikpunkte sind allerdings in der aktuellsten Nightly Version behoben.


Handbrake gibt es für Windows, Mac und Linux. Alle drei Versionen basieren auf dem selben Unterbau, verwenden für die Oberfläche aber jeweils ein anderes Grafik Framework.
Deshalb sehen die Versionen auf jedem OS auch etwas anders aus. Die Handbrake Entwickler haben aber trotzdem versucht das User Interface einheitlich zu gestalten, so dass man sich relativ schnell zwischen den einzelnen Versionen zurecht findet.

Handbrake ermöglicht es Videos jeder Art zu komprimieren und als MKV oder MP4 Container mit Video, Audio, Kapitel und Untertitelspur abzusichern.

Wie gesagt wird in dieser Anleitung die aktuellste Nightly genutzt, da die aktuelle Final Version einige wichtige Features vermisst.

Da sich die Oberfläche der Nightly Versionen doch öfters mal ändert, werde ich diese Anleitung sobald eine neue Finale Version zur Verfügung steht überarbeiten.

Download und Installation:


Zur Installation muss man je nach OS unterschiedlich vorgehen:

Ubuntu:


Handbrake unter Ubuntu

Für Ubuntu gibt es ein PPA, mit dem man täglich die neuste Version zur Verfügung gestellt bekommt.
https://launchpad.net/~stebbins/+archive/handbrake-snapshots

Zum Installation folgende Befehle hintereinander eingeben:

sudo apt-add-repository ppa:stebbins/handbrake-snapshots  --- mit Enter bestätigen
sudo apt-get update
sudo apt-get install handbrake-gtk


Mac:
Handbrake unter Mac (Mountain Lion)


Zur Installation der Mac Variante lädt man unter:
https://build.handbrake.fr/job/Mac/

die GUI Version herunter, und verschiebt dann die .app Datei in das Programme Verzeichniss.


Windows:


Handbrake unter Windows (7)

Ähnlich wie bei der Mac Version lädt man hier die GUI Version runter
https://build.handbrake.fr/job/Windows/

Man kann noch zwischen der 64Bit und 32Bit Version wählen.

Man erhält ein .exe Datei, mit der man Handbrake installieren kann.


Benutzung:

Das erste was gemacht werden muss, ist die zu konvertierende Videodatei als Quelle rein zu laden. Falls das Video bereits als einzelne Datei (z.B. MKV, MP4, AVI, FLV) vorliegt, könnt ihr diese laden, in dem ihr auf den Button "Source" klickt und sie auswählt.

Falls bei euch eine DVD oder BluRay vorliegt, solltet ihr die vorher zu einer MKV machen. Zwar kann Handbrake diese auch direkt laden, allerdings gibt es da öfters Probleme.

Um aus einer DVD oder BluRay eine MKV zu machen empfehle ich MakeMKV. Das Programm ist ebenfalls Cross-Platform, läuft also auch unter Linux, Mac und Windows.

Achtung: Es ist nach deutschem Recht illegal einen Kopierschutz zu umgehen. Daher ist es illegal dieses Tool zu nutzen wenn damit ein Kopierschutz umgangen wird.

MakeMKV erkennt automatisch die eingelegte DVD oder BluRay. Anschließend kann man auswählen welche Titel man speichern will und welche Audio u. Untertitelspuren man behalten möchte.

Nachdem ihr die Datei geladen habt, kann man sich nun an die Einstellungen machen.

Ganz oben unter Destination stellt ihr ein, wo die Zieldatei gespeichert werden soll. Außerdem könnt ihr daneben einstellen ob nur ein Teil des Films komprimiert werden soll.

Unter Format könnt ihr das Container Format wählen. Für maximale Features, wählt ihr MKV. Für maximale Kompatibilität eher MP4. Ich empfehle schon MKV zu verwenden, da die meisten heutigen Player damit umgehen können. Ausnahme ist z.B. die Playstation 3 von Sony. Aber auch dann gibt es Möglichkeiten MKV abzuspielen, auf die ich hier aber nicht weiter eingehen möchte.

Was kann MKV, was MP4 nicht kann?
Mit MKV könnt ihr auch BluRay und DVD Untertitel speichern sowie DTS Tonspuren. Bei MP4 bleibt bei Untertiteln nur die Möglichkeit diese ins Bild einzubrennen oder eine sehr zeitaufwändige Konvertierung in ein Textformat. (siehe diesen Post von mir)

Um die weiteren Einstellungen zu erleichtern, habe ich drei Handbrake Profile erstellt.

  • plantoschka-fast: Die schnellste Einstellung, die noch gute Qualität erbringt.
  • plantoschka-slow: Langsamer dafür bessere Qualität
  • plantoschka-best: Qualität so weit wie möglich optimieren, Encode dauert sehr lange.
Download der Profile: http://goo.gl/7FVFe

Zum Importieren der Profile entpackt ihr das Archiv und wählt rechts unten Options und Import. 
Unter Mac wählt ihr in der oberen Menüleiste Presets und Import.

Nach dem reinladen und auswählen der Profile, sollte noch der CRF-Wert eingestellt werden. 20 ist ein guter Kompromiss aus Größe und Qualität. Alles über 20 produziert dann schon deutlich schlechtere Qualität aber auch kleinere Dateien. Umgekehrt, sollte man eigentlich nie unter 18 gehen. 18 produziert  meist ein Bild das von der Quelle kaum zu unterscheiden ist. Oft ist die Dateigröße dann aber auch nur marginal kleiner als die der Originaldatei.

Unter den Tabs Audio und Subtitles, kann man dann noch auswählen welche Audiospuren und Untertitelspuren man speichern möchte. Außerdem kann man das Format der Audiospuren festlegen. Ich persönlich belasse die Spuren immer im Original, da ich keinen Qualitätsverlust möchte.

Video:


Zum Abschluss, hab ich noch ein kleinen Screencast erstellt :-)



Fazit:

Handbrake bietet in der aktuellen Nightly Version so gut wie alle Features die man braucht um DVDs oder BluRays zu komprimieren. Ich bin in meinem Workflow nun schon lange auf MakeMKV in Kombination mit Handbrake umgestiegen, da es schnell und einfach geht und man die gleichen Ergebnisse erzielt wie mit dem Weg zu Fuß (ffmpeg, x264 Kommandozeile).

Comment

Comment

One Million

Gerade eben hat dieser Blog die Marke von einer Millionen Klicks durchbrochen :-)
Freue mich sehr darüber.

In letzter Zeit gab es leider kaum neue Posts, was daran lag, dass ich in der Endphase meines Studium war und sehr viel zu tun hatte.

Glücklicherweise habe ich letzten Mittwoch meine Bachelorarbeit abgegeben und habe nun erstmal ein paar Wochen Auszeit.

Ein Teil dieser Zeit werde ich definitiv nutzen um hier wieder mehr zu posten.

Comment

7 Comments

Raspberry Pi - Modell A nun auch verfügbar.

Die Raspberry PI Foundation kündigte heute im eigenem Blog die Verfügbarkeit der schmaleren A-Version der Raspberry Pi an.

Im Gegensatz zu Version B spart man 10$ und verzichtet auf einige Features:

Version A Version B
256 MB RAM 512 MB RAM
1 USB-Port 2 USB-Ports
Kein Ethernet 1 Ethernet Anschluss

Der Stromverbrauch soll um 1/3 niedriger liegen als bei der B-Version (also vermutlich < 2Watt).

Raspberry Pi - Model A


Für Leute die XBMC betreiben und die PI über WLAN nutzen, ist das eigentlich die perfekte Lösung. Man hat weiterhin einen USB-Port, wo der WLAN Stick rein passt und spart gleichzeitig 10$.



Bestellen könnt ihr z.B. hier. Allerdings solltet ihr bedenken das noch Versandkosten hinzukommen.
http://raspberrypi.rsdelivers.com/default.aspx?cl=1

7 Comments

Comment

Kindle für 59€ - nur Heute (04.02)

Amazon bietet heute (04.02.2013) den günstigsten Kindle Reader für 59€ an. Statt dem Normalbetrag von 79€, spart ihr heute also 20€.


Der günstigste Kindle bietet ein modernes E-Ink Display und Navigation über eingebaute Hardware-Buttons. Im Gegensatz zum Kindle Paperwhite, hat dieser allerdings keine eingebaute Beleuchtung und auch keine Möglichkeit ihn per "Touch" zu bedienen.

Wer noch keinen Kindle besitzt und gerne Bücher elektronisch liest, sollte umbedingt zuschlagen.

Comment

Comment

XBMC 12.0 - Frodo ist fertig

Nach einer sehr langen Beta Phase, erschien heute ca. 9 Monaten nach v11(Eden), XBMC in Version 12. Benannt ist die Version nach einem ursprünglichem Entwickler namens Frodo.

XBMC ist die momentan wohl populärste OpenSource MediaCenter Software. Ursprünglich für die XBox entwickelt läuft XBMC mittlerweile auf allen gängigen Desktop und Mobilplatformen. Unterstützt wird u.A. Windows, Linux, Mac, Android, iOS, AppleTV. Seit letztem Jahr läuft XBMC auch auf der 35$ teuren Raspberry Pi.




XBMC - Frodo enthält u.A. folgende Verbesserungen:


  • eingebaute LiveTV (PVR) Funktionalität. Allerdings nur im Client Betrieb
  • HD Audio Support (DTS-HD, Dolby TrueHD)
  • h264 10 Bit Rendering (oft bei Anime). Allerdings Encoding nur in Software
  • Support für Raspberry Pi, Android
  • 64Bit Builds für MacOSX
  • Verbesserungen in der Performance
  • Verbesserungen am UserInterface (Confluence Skin)
Den Download für die verschiedenen Platformen gibt es auf der offiziellen Seite.

OpenElec Builds mit der finalen Version sollten in den nächsten Tagen folgen. Raspbmc und XBian werde sicher auch bald nachziehen.

Comment

9 Comments

Raspberry Pi - DTS

Da in den Kommentaren zu meinen Raspberry Pi Posts noch eine Menge Fragen im Zusammenhang mit DTS aufgetreten sind, habe Ich mich entschlossen einen separaten Post zu dieser Problematik zu schreiben.

Wann macht DTS keine Probleme?

Wenn ihr die Audiospur als sogenannten Bitstream ausgebt. Bitstream bedeutet das das Signal unverfälscht weitergegeben wird ohne das es von der Pi angefasst wird.

Wenn ihr also einen DTS-Fähigen AV-Receiver habt und dieser direkt über HDMI an der PI angeschlossen ist, habt ihr keine Probleme.

Alternativ gibt es auch TV-Geräte die DTS enkodieren können. 

Um DTS und AC3 direkt weiterzuleiten stellt ihr das in den XBMC Einstellungen unter System ein.


Wenn ihr die Option aktiviert habt, XBMC aber weiterhin kein DTS an euer TV liefert, ist euer TV mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht fähig dazu DTS zu enkodieren.

Wieso macht DTS Probleme mit der Pi?

Im Gegensatz zur Videospur, wird die Audiospur von der RaspberryPi in Software dekodiert. Etwas in Software machen dauert naturgemäß immer länger, als wenn man es direkt in Hardware implementieret.



Ein gutes Beispiel sind die Hardware Chips die H264 decodieren können. Diese brauchen nichtmal 1W an Leistung und schaffen 40Mb/s Streams in FullHD. Während man in Software für diesen Videostream locker einen DualCore mit 2Ghz braucht (der dabei vermutlich 30-50Watt schluckt).

Da die Pi relativ wenig Leistung ist Sie natürlich beim Decodieren von DTS schon am oberen Limit. Die Folge davon -> Ruckler



Wieso decodiert die PI die DTS Spur nicht in Hardware?

Die PI ist tatsächlich fähig die DTS Spur in Hardware zu enkodieren. Auch der Code dazu existiert bereits. Das einzige Problem ist, man braucht eine Erlaubniss von DTS um diese Lizenz dann zu verkaufen. (Ähnlich wie die MPEG2 und VC-1 Lizenzen)

Leider hat sich die DTS Foundation bis heute noch nicht bei den Entwicklern gemeldet obwohl da schon zig Anfragen eingegangen sind.

Mit etwas Glück also, kann man evtl. in einigen Wochen eine DTS Lizenz für ein paar Euro kaufen und dann alle DTS Probleme beiseite legen.

Welche Möglichkeit gibt es ohne DTS-Fähiges Gerät Ruckeln zu vermeiden?

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Übertakten

Um 20-30% kann man die PI in den meisten Fällen ohne Probleme (und ohne Garantieverlust) übertakten. Das reicht auch um DTS ohne Ruckler wiederzugeben.

Wie man übertaktet?

Per SSH auf die Pi connecten und dort die config.txt bearbeiten. Wie genau das geht, hängt immer von der verwendeten Distribution ab.

Ein guten detaillierten Guide auf Englisch findet ihr hier: Overclock Raspberry Pi

Einen guten Guide auf Deutsch hab ich jetzt nicht gefunden. Falls Intresse besteht, poste ich einen.

2. DTS vorher umwandeln

Es ist möglich die DTS Spur am PC vorher in z.B. eine AC3 Spur zu konvertieren. Das dauert nur ein paar Minuten und beseitigt das Problem. Wie man das am einfachsten macht, erkläre ich in einem zukünftigen Post.

Fazit:

DTS mit der PI ist kein No-Go. Es gibt viele Möglichkeiten am Ende ein ruckelfreies Erlebnis zu bekommen.

Ich hoffe ich konnte hier klar machen, wo die Probleme liegen und wie man diese beseitigt :)


Hier nochmal die Links zu meiner 3-teiligen Post Reihe zur Pi.

9 Comments

1 Comment

TV Aufnahmen (HD im TS Container) mit MKVMerge schneiden

Da ich meine HD-Aufnahmen eigentlich immer direkt in einen MKV-Container stecke, hab ich letztens auch nach einer praktischen Möglichkeit gesucht diese dabei zu schneiden (Vorne und Hinten was rausschneiden, ab und zu auch Werbung mittendrin).

Das ist relativ problemlos mit MKVMerge möglich (einem Teil von MKVToolnix). Das Tool gibt es für Linux, Mac und Windows. Zu MKVMerge selbst hatte ich ja schon vor knapp 2 Jahren eine Anleitung geschrieben.

Wie geht man vor?


Im ersten Schritt merkt ihr euch die Stellen, an denen Ihr schneiden müsst. Dazu nehm ich den VLC und spring im Video herum bis ich die Positionen habe. Wenn ihr nur vorne und hinten was abschneiden wollt, merkt ihr euch die Stelle an der euer Video beginnt (z.B. 00:00:22 also ab Sekunde 22) und Endet (z.B. 01:01:34, also nach einer Stunde einer Minute und 34 Sekunden). Falls ihr zwischendrin Werbung habt, müsst ihr euch noch merken wann die Werbung beginnt und wieder endet.

Am besten schreibt ihr die Positionen schnell in einem Texteditor oder Tabellenkalkulationsprogramm auf.

Danach startet ihr MKVMerge (GUI). Im Input Tab klickt ihr Rechts auf "Add" und fügt euer Video das ihr schneiden wollt hinzu. Hier könnt ihr dann auch gleich gewünschte Ton oder Untertitelspuren abwählen.



Als nächstes wechseln wir zum "Global" Tab. Unter SplitMode wählt ihr "Split after Timecodes".
Wenn ihr nun vorne und hinten was abschneiden wollte, tragt ihr hier 2 Werte mit Komma getrennt ein.

Falls noch Werbung zwischendrin ist, tragt ihr ebenfalls alle notierten Werte mit getrennten Kommas ein.



Nun wählt ihr unter Output noch ein Ausgabeverzeichnis mit Dateinamen aus und klickt anschließend auf "Start Muxing".

Film ohne Werbung zwischendrin:


Falls ihr nur vorne und hinten Abschneidet kriegt ihr 3 Dateien rauß. Die mittlere davon ist euer Hauptfilm. Die anderen beiden könnt ihr löschen.

Film mit Werbung zwischendrin:


In eurem Outputverzeichniss findet ihr nun eine Menge Dateien. Die einzelnen Dateien beinhalten  entweder ein Filmteil oder einen Werbeblock. Die Dateien mit Werbeblöcken löscht ihr bitte, so dass nur noch Dateien mit Film übrig bleiben.

Nun startet ihr eine frische MKVMerge Instanz und fügt über "Add" den ersten Teil eures Filmes hinzu. Jetzt wählt ihr Append, und wählt die anderen Teile nacheinander aus (in der richtigen Reihenfolge).

Am Ende dann wieder auf "Start Muxing" gehen. Nun kriegt ihr wieder eine zusammenhängende Datei die nun frei von Werbung sein sollte.



Es gibt sicherlich Software die sowas direkt mit Videovorschau ermöglicht (könnt ihr gerne in den Kommentaren nennen) und für "Normale" User vllt. einfacher zu bedienen sind.
Allerdings find ich es einfach schnell und praktisch das in MKVMerge zu machen. Noch dazu ist das Programm komplett kostenlos und OpenSource und sowas nutze Ich persönlich eh lieber als kommerzielle Programme.

In den nächste Wochen gibt es auch wieder aktualisierte Guides zum Rippen Allgemein, da sich mein Prozess doch sehr verändert und vereinfacht hat. (Die Guides hier im Blog sind alle ziemlich komplex und das Gegenteil von simpel)

1 Comment

Comment

Blog jetzt auch bei Google Currents

Da heute Version 2 von Google Currents für iOS erschienen ist, habe ich entschlossen diesen Blog nun auch auf Google Currents zu publizieren.

Google Currents bietet eine ganz nette Möglichkeit verschiedene Seiten zu abonnieren und diese dann in einem von Google Automatisch erstelltem Layout zu betrachten. Es funktioniert im Endeffekt genauso wie RSS Feeds.

Um meinen Blog hinzuzufügen einfach mit eurem Mobilen Gerät (Android, iOS) auf diesen Link klicken.




Comment